Quelle: Fotolia / Tom-Hanisch
POLITIK:
Verbände: Kein Schub für Bürgerbeteiligung durch EnWG-Novelle
Drei Organisationen fordern von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Energiewende – und kritisieren die EnWG-Novelle.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), das Bündnis Bürgerenergie (BBEN) und der Bundesverband Steckersolar (BVSS) beklagen, die Novelle
des Energiewirtschaftsrechts (EnWG) schöpfe das Potenzial der dezentralen Energiewende nicht aus. In einer gemeinsamen Mitteilung
fordern sie die Bundesregierung dazu auf, sich zur „dezentrale Energiewende in Bürgerhand“ zu bekennen.
Rupert Wronski, stellvertretender Leiter Kommunaler Umweltschutz bei der DUH sieht den flächendeckenden Smart Meter Rollout „in weiter Ferne“. Dieser sei jedoch eine Grundvoraussetzung, um Bürgerinnen und Bürger stärker in die Energiewende einzubeziehen. Wronski rechnet bei dem bisherigen Vorgehen mit einer 100-prozentigen Flächendeckung erst 2040.
Dabei sei die Bevölkerung schon lange bereit, mehr Verantwortung für die Energiewende zu übernehmen. „Statt weiter den Gasausbau zu forcieren, sollte die Bundesregierung dringend einen Prozess zum Smart-Meter-Light-Rollout anstoßen sowie die Verteilnetzbetreiber stärker in die Pflicht nehmen“, so Wronski.
Valerie Lange vom Bündnis Bürgerenergie hebt die Bedeutung des Energy Sharings hervor. Selbst erzeugten Strom mit Nachbarn und Bürgerenergiegemeinschaften zu teilen, biete neue Investitionschancen für die Nutzer. Die Gesetzesnovelle bringe jedoch noch keinen Fortschritt bei diesem Thema. „Einerseits fehlen wirtschaftliche Anreize.
Andererseits erschweren mangelnde Digitalisierung und uneinheitliche Datenformate zwischen Netz-, Anlagen- und Verbrauchsakteuren die Umsetzung“, so die Leiterin Energiepolitik und Regulierung des BBEN.
In dieselbe Kerbe schlägt Craig Morris, Geschäftsführer des Bundesverbands Steckersolar. Er sieht zwar kleine Fortschritte beim Energy Sharing, beklagt aber, Haushalte mit Kleinspeichern würden weiter „außen vor“ bleiben. So seien weiterhin keine vereinfachte Anmeldung von Kleinspeichern und auch keine variablen Netzentgelte für die Betreiber vorgesehen.
„Dabei könnten genau diese Bausteine Millionen Haushalte in die Lage versetzen, aktiv zur Energiewende beizutragen und Netze zu entlasten“, so Morris. Bürgerlösungen dürften nicht unnötig verkompliziert werden. Und er fügt hinzu: „Eine vollständig auf erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung funktioniert erst, wenn alle Flexibilitäten im System genutzt werden.“
Rupert Wronski, stellvertretender Leiter Kommunaler Umweltschutz bei der DUH sieht den flächendeckenden Smart Meter Rollout „in weiter Ferne“. Dieser sei jedoch eine Grundvoraussetzung, um Bürgerinnen und Bürger stärker in die Energiewende einzubeziehen. Wronski rechnet bei dem bisherigen Vorgehen mit einer 100-prozentigen Flächendeckung erst 2040.
Dabei sei die Bevölkerung schon lange bereit, mehr Verantwortung für die Energiewende zu übernehmen. „Statt weiter den Gasausbau zu forcieren, sollte die Bundesregierung dringend einen Prozess zum Smart-Meter-Light-Rollout anstoßen sowie die Verteilnetzbetreiber stärker in die Pflicht nehmen“, so Wronski.
Valerie Lange vom Bündnis Bürgerenergie hebt die Bedeutung des Energy Sharings hervor. Selbst erzeugten Strom mit Nachbarn und Bürgerenergiegemeinschaften zu teilen, biete neue Investitionschancen für die Nutzer. Die Gesetzesnovelle bringe jedoch noch keinen Fortschritt bei diesem Thema. „Einerseits fehlen wirtschaftliche Anreize.
Andererseits erschweren mangelnde Digitalisierung und uneinheitliche Datenformate zwischen Netz-, Anlagen- und Verbrauchsakteuren die Umsetzung“, so die Leiterin Energiepolitik und Regulierung des BBEN.
In dieselbe Kerbe schlägt Craig Morris, Geschäftsführer des Bundesverbands Steckersolar. Er sieht zwar kleine Fortschritte beim Energy Sharing, beklagt aber, Haushalte mit Kleinspeichern würden weiter „außen vor“ bleiben. So seien weiterhin keine vereinfachte Anmeldung von Kleinspeichern und auch keine variablen Netzentgelte für die Betreiber vorgesehen.
„Dabei könnten genau diese Bausteine Millionen Haushalte in die Lage versetzen, aktiv zur Energiewende beizutragen und Netze zu entlasten“, so Morris. Bürgerlösungen dürften nicht unnötig verkompliziert werden. Und er fügt hinzu: „Eine vollständig auf erneuerbaren Energien basierende Energieversorgung funktioniert erst, wenn alle Flexibilitäten im System genutzt werden.“
© 2026 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 26.11.2025, 10:19 Uhr
Mittwoch, 26.11.2025, 10:19 Uhr
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