
Quelle: Pixabay / Jörn Heller
POLITIK:
Verbände-Allianz: Wärmenetze brauchen erheblich mehr Geld
Eine hochkarätige Verbände-Allianz fordert deutlich mehr Geld für die „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ aus dem öffentlichen Haushalt.
Ein breites Bündnis aus 20 Verbänden fordert den Bundestag auf, die Mittel für die „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“
(BEW) im Haushalt 2025/26 deutlich zu erhöhen. Aus ihrer Sicht reicht die bislang geplante Summe von rund fünf Milliarden
Euro bis 2030 nicht aus, um die Transformation der Wärmeversorgung in urbanen Räumen wie geplant voranzutreiben, teilten die
Verbände in einem Appell am 11. Juli mit. Konkret schlagen sie eine Mittelausstattung von mindestens 3,5 Milliarden Euro vor
− pro Jahr.
Zu den Unterzeichner gehören unter anderen der BDEW, der VKU, der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK (AGFW), der Verband für Energiedienstleistungen (Vedec), die Deneff und der Bundesverband Geothermie (BVG).
Die Forderung ist dabei nicht neu. Sowohl AGFW als auch der VKU fordern bereits seit einigen Jahren ausreichend Geld für den Aus- und Umbau der Wärmenetze (wir berichteten). Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Prognos aus dem Jahr 2024 müssten allein bis 2030 mehr als 43 Milliarden Euro in den Umbau der Erzeugungsstruktur sowie in den Ausbau, die Verdichtung und den Neubau von Wärmenetzen investiert werden, um die Klimaziele zu erreichen.
Der Regierungsentwurf sieht zwar bereits eine Erhöhung der Mittel für die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) vor, deckt laut Verbändekreis aber nicht den realen Bedarf ab. Aus Sicht der Unterzeichner sollte der Hochlauf der BEW auf mindestens 3,5 Milliarden Euro pro Jahr bereits jetzt im Haushalt 2025 festgeschrieben werden.
Doch momentan liegen die vorgesehenen Mittel im aktuellen Regierungsentwurf zum Haushalt 2025 bei rund 5 Milliarden Euro bis 2030, also lediglich 1 Milliarde Euro pro Jahr. Die Verbände fordern, zusätzliche Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ gezielt für die Wärmenetze bereitzustellen.
Konkret sollte der Titel „Fördermittel für kapitalintensive Investitionen“, mit dem der Ausbau, die Verdichtung und der Neubau der Wärmenetze und ihrer Erzeugungsanlagen gefördert wird, auf mindestens 2,5 Milliarden Euro pro Jahr erhöht werden. Und auch die Betriebskostenförderung für Großwärmepumpen und Solarthermie sollte auf mindestens 1 Milliarde Euro pro Jahr steigen.
Aus Sicht der Verbände ist die BEW das zentrale Instrument zur Finanzierung der Wärmewende. Die BEW wirke als Investitionsimpuls für Unternehmen, die Projekte jetzt zunehmend in die Umsetzungsphase bringen. Seit der Einführung der BEW-Richtlinie im Herbst 2022 steigen Antrags- und Förderzahlen stetig an. Vor allem kapitalintensive Vorhaben gehen nun in die Realisierung. Der aktuelle Haushaltsansatz reiche nicht, um diese Dynamik abzusichern.

Zu den Unterzeichner gehören unter anderen der BDEW, der VKU, der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK (AGFW), der Verband für Energiedienstleistungen (Vedec), die Deneff und der Bundesverband Geothermie (BVG).
Die Forderung ist dabei nicht neu. Sowohl AGFW als auch der VKU fordern bereits seit einigen Jahren ausreichend Geld für den Aus- und Umbau der Wärmenetze (wir berichteten). Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Prognos aus dem Jahr 2024 müssten allein bis 2030 mehr als 43 Milliarden Euro in den Umbau der Erzeugungsstruktur sowie in den Ausbau, die Verdichtung und den Neubau von Wärmenetzen investiert werden, um die Klimaziele zu erreichen.
Der Regierungsentwurf sieht zwar bereits eine Erhöhung der Mittel für die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) vor, deckt laut Verbändekreis aber nicht den realen Bedarf ab. Aus Sicht der Unterzeichner sollte der Hochlauf der BEW auf mindestens 3,5 Milliarden Euro pro Jahr bereits jetzt im Haushalt 2025 festgeschrieben werden.
Doch momentan liegen die vorgesehenen Mittel im aktuellen Regierungsentwurf zum Haushalt 2025 bei rund 5 Milliarden Euro bis 2030, also lediglich 1 Milliarde Euro pro Jahr. Die Verbände fordern, zusätzliche Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ gezielt für die Wärmenetze bereitzustellen.
Konkret sollte der Titel „Fördermittel für kapitalintensive Investitionen“, mit dem der Ausbau, die Verdichtung und der Neubau der Wärmenetze und ihrer Erzeugungsanlagen gefördert wird, auf mindestens 2,5 Milliarden Euro pro Jahr erhöht werden. Und auch die Betriebskostenförderung für Großwärmepumpen und Solarthermie sollte auf mindestens 1 Milliarde Euro pro Jahr steigen.
Aus Sicht der Verbände ist die BEW das zentrale Instrument zur Finanzierung der Wärmewende. Die BEW wirke als Investitionsimpuls für Unternehmen, die Projekte jetzt zunehmend in die Umsetzungsphase bringen. Seit der Einführung der BEW-Richtlinie im Herbst 2022 steigen Antrags- und Förderzahlen stetig an. Vor allem kapitalintensive Vorhaben gehen nun in die Realisierung. Der aktuelle Haushaltsansatz reiche nicht, um diese Dynamik abzusichern.

Das Verbändeschreiben „Kommunale Wärmewende ermöglichen – BEW im Bundeshaushalt 2025/26 bedarfsgerecht finanzieren“ als PDF.
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Quelle: AGFW
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Freitag, 11.07.2025, 16:30 Uhr
Freitag, 11.07.2025, 16:30 Uhr
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