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Enerige & Management > Personalie - Vattenfall wirbt deutsche Shell-Geschäftsführerin ab
Quelle: Fotolia / Gina Sanders
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Vattenfall wirbt deutsche Shell-Geschäftsführerin ab
Sonja Müller-Dib wird Chefin der Business Unit „Trading“ in der Zentrale des schwedischen Stromkonzerns. Diese unterhält Handelsflure in Hamburg und Stockholm.
 
Die Shell Energy Deutschland GmbH in Hamburg verliert bis spätestens Ende April einen ihrer beiden Geschäftsführer, nämlich Sonja Müller-Dib. Die schwedische Vattenfall AB hat die 48-Jährige nach eigenen Angaben per 1. Mai zur Vice President ihrer Geschäftseinheit Handel (Business Unit Trading) ernannt.

Müller-Dib ist seit 2021 zusammen mit Robert Hedwig (45) Geschäftsführerin der Shell Energy Deutschland. Dieses Unternehmen war erst kurz zuvor als Tochter der Deutschen Shell Holding gegründet worden. 2024 hatte die Managerin eine Vertragsverlängerung bekommen.

Shell Energy Deutschland organisiert laut Gesellschaftsvertrag das Geschäft mit Erdgas „und anderen Kohlenwasserstoffen“ auf allen Wertschöpfungsstufen von der Produktion respektive dem Einkauf bis zum Vertrieb, den Strom- und den Emissionshandel. Außerdem führt die Gesellschaft die Geschäfte von Kommanditgesellschaften im Kontext des Unternehmenszwecks. Zeitweise hatte sie eine Wasserstoff-Tochter-GmbH, die dann 2024 wieder auf die Mutter verschmolz.
 
Sonja Mueller-Dib
Quelle: Vattenfall

Müller-Dib äußerte sich in einer Vattenfall-Mitteilung begeistert über „die starke Erfolgsgeschichte“ des schwedischen Konzerns „in Transformation und Dekarbonisierung“. Sie könne es „nicht erwarten“, zum künftigen Erfolg von Vattenfall beizutragen. Als „Vice President Business Unit Trading“ bei Vattenfall AB werden vor allem die Handelsflure in Hamburg und Stockholm ihr zugeordnet sein.

Sjur Jensen, Bereichsleiter Märkte bei Vattenfall AB, stellte Müller-Dibs Erfahrung in der Wirtschaft, ihr Verständnis der Wertschöpfungskette und nachgewiesenen Führungsqualitäten heraus. Vattenfall will bis 2040 in seiner gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral werden, bis hinunter zu Scope-3 (Nutzungsemissionen der Kunden). Shell will dies mit der gleichen Wertschöpfungstiefe bis 2050 erreichen. Sowohl der Strom- als auch der Ölkonzern haben sich dazu Zwischenziele gesetzt.
 

Georg Eble
Redakteur
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