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Enerige & Management > Wärme - Untypische Entwicklung bei Pelletpreis
Quelle: Fotolia
WÄRME:
Untypische Entwicklung bei Pelletpreis
Der Preis für Pellets ist im Juli leicht teurer geworden, liegen aber laut dem Deutschen Pelletinstitut deutlich unter dem Vorjahresmonat. 
 
Eine Tonne Pellets kostet im Juli im Schnitt 422,51 Euro. Damit war sie 3,5 Prozent teurer als im Monat zuvor und knapp 16,8 Prozent günstiger als im Juli 2022. Wie das Deutsche Pelletinstitut − kurz „DEPI“ − am 17. Juli bekannt gibt, handelt es sich bei der Preissteigerung im Juli um eine, für diese Jahreszeit „untypische Preisentwicklung“. Das Institut mit Sitz in Berlin begründet diese mit den gestiegenen Rohstoffpreisen, die auf der Zurückhaltung im Baugewerbe resultieren. Die Sägewerke seien daher nicht voll ausgelastet, was sich preissteigernd auswirke. 

Der Preisvorteil der Pellets gegenüber anderen Brennstoffen besteht jedoch weiterhin. So kostet 1 kWh Wärme aus Pellets 8,45 Cent. Das ist knapp 7 Prozent weniger als im Vergleich zum Heizöl (9,05 Cent/kWh) und rund 30 Prozent weniger verglichen zum Gas (11,72 Cent/kWh). 
 
Brennstoffkosten für Gas, Heizöl und Pellets in Deutschland im Jahresverlauf (Stand: Juli 2023).
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Quelle: DEPI

Das Depi konstatiert im Juli 2023 regionale Unterschiede bei der Abnahme von 6 Tonnen Pellets: Für diese Menge kostet in Süddeutschland die Tonne im Schnitt 420,15 Euro. In Mitteldeutschland wurden 423,36 Euro/Tonne veranschlagt. In Nord-/Ostdeutschland ist bei einer Abahme von 6 Tonnen die Tonne mit 431,10 Euro etwas teurer.

Der Bundesdurchschnittswert liegt damit im Juli unter dem Wert der Regionalpreise. Depi begründet dies mit der Berechnungsmethode: Größere Mengen (26 Tonnen) werden zu anderen Konditionen gehandelt − Süd: 403,67 Euro/Tonne, Mitte: 407,46 Euro/Tonne, Nord/Ost: 419,76 Euro/Tonne.

Die deutschen Pellethersteller waren im ersten Quartal dieses Jahr mit einer Produktion von 859.000 Tonnen gestartet. So viel wurde laut Depi noch nie in einem ersten Quartal hergestellt. Im Vergleich zum vierten Quartal 2022 (866.000 Tonnen) war die Menge leicht um 0,8 Prozent gesunken, lag aber um 4,2 Prozent über dem Vorjahresquartal (824.000 Tonnen).
  Das Depi veröffentlicht im Monatsrhythmus den Preis für eine Tonne Pellets seit 2011. Er bezeichnet den Durchschnittspreis in Deutschland für eine Tonne Pellets der Qualitätsklasse „ENplusA1“ der jeweiligen Abnahmemenge. Darin einbezogen sind die Lieferkosten im Umkreis von 50 Kilometern inklusive aller Nebenkosten und der Mehrwertsteuer. Der Preis wird zum einen im Bundesdurchschnitt ermittelt und zum anderen für die drei Regionen Süd, Mitte und Nord/Ost.
 
Pelletproduktion in Deutschland 2020 bis 2023 pro Quartal.
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Quelle: Depi
 

Davina Spohn
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Dienstag, 18.07.2023, 15:05 Uhr

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