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Enerige & Management > Mobilität - Tübingen stellt E-Carsharing ein
Quelle: Shutterstock / lumen-digital
MOBILITÄT:
Tübingen stellt E-Carsharing ein
Nach fünf Jahren geben die Stadtwerke Tübingen das Projekt Coono auf. Das Angebot mit reinen E-Autos hat sich nicht gerechnet.
 
Am Ende waren die Verluste zu hoch. „Trotz umfangreicher Anpassungen und Optimierungen blieben die wirtschaftlichen Ergebnisse defizitär“, heißt es zum Aus des E-Carsharing-Angebots der Stadtwerke Tübingen (SWT). Das kommunale Unternehmen stellt das Projekt namens „COONO“ zum 30. November ein.

Zwiespältig fällt die Bilanz der Stadtwerke aus. Denn es sei durchaus eine Nachfrage in Tübingen vorhanden gewesen, doch auf Dauer war diese „zu gering für ein auf Sicht erfolgreiches Geschäftsmodell“, so die Botschaft. Nach etwas mehr als fünf Jahren beenden die SWT damit den Versuch, die Elektromobilität vor Ort mit einem reinen E-Carsharing voranzubringen.

In den Jahren 2022 und 2023 starteten die Stadtwerke noch eine Vertriebsoffensive. Die E-Auto-Flotte wurde deutlich aufgestockt und das Angebot im Stadtgebiet Tübingen erweitert.

Im vergangenen Jahr wurde zusätzlich ein sogenanntes Free-Floating-Angebot eingeführt. Die Leihfahrzeuge waren nicht an feste Stationen gebunden. Nutzerinnen und Nutzer konnten die Autos flexibel anmieten und nach der Fahrt an einem beliebigen Ort innerhalb der Stadt wieder abstellen.

Zwar stieß dieses Modell bei den Kunden auf positive Resonanz, die Umsätze verbesserten sich leicht. Allerdings gelang es den Stadtwerken nach eigenen Angaben nicht, das Defizit im E-Carsharing merklich zu reduzieren.

Mit dem Ende veräußern die Stadtwerke einen Teil der E-Pkw-Flotte an ihren langjährigen Partner „teilAuto Neckar-Alb eG“. Bestehende Coono-Kunden können kostenlos zu dem anderen Carsharing-Anbieter wechseln.

Die Stadtwerke Tübingen beschäftigen rund 690 Mitarbeitende und ist vollständig in kommunaler Hand. Zum Leistungsportfolio zählen Strom, Erdgas, Fernwärme, Wasser, Telekommunikation, Bäder, Parkhäuser und der ÖPNV in Tübingen.
 

Stefan Sagmeister
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