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Enerige & Management > Vertrieb - Tübingen liefert PPA-Strom an Bahnunternehmen
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Tübingen liefert PPA-Strom an Bahnunternehmen
Die Stadtwerke Tübingen haben mit einem Cargounternehmen einen Vertrag über eine zehnjährige Stromlieferung abgeschlossen.
 
Das kommunale Unternehmen aus Baden-Württemberg liefert über einen langfristigsten Stromvertrag, ein PPA, eine Menge von 300 Mio. kWh Strom. Das teilten die Stadtwerke Tübingen mit, ohne den Namen der Firma zu nennen. Ab 2024 sollen „deren Güterzüge ihre Container mit direkt geliefertem Solarstrom transportieren“, heißt es weiter.

Produziert wird der Ökostrom in einem Solarpark im Osten Brandenburgs in direkter Nachbarschaft zu einer Bahnlinie. Der Park wird von der „NaGa Solar Deutschland“ errichtet, einer Tochtergesellschaft der Ampyr Solar Europe mit Hauptsitz in London und Niederlassungen in Frankfurt, Berlin, Maastricht, Utrecht. Nach Angabe der Stadtwerke handelt es sich dabei um einen unabhängigen Entwickler von Solarprojekten „mit internen End-to-End-Fähigkeiten in den Bereichen Anlagenentwicklung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Stromvermarktung“.

Der Solarpark soll auf einer Fläche von über 60 Hektar in der ersten Jahreshälfte 2024 in Betrieb gehen. Auf das Jahr gesehen soll er eine Strommenge von 30 bis 60 Millionen kWh PV-Strom produzieren. Vorgesehen sei, dass die Hälfte der dort erwarteten Erzeugungsmenge an das Cargounternehmen geht.

„Die Direktabnahme einer solchen großen Menge Ökostroms über einen recht langen Zeitraum ist ein deutliches Signal, dass es auch für Cargotransporte auf der Schiene Lösungen der Direkt-Strombelieferung gibt, die den Klimaschutz im Blick haben“, sagt Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen. Der PPA markiere einen wichtigen Schritt hin zu einer wettbewerbsfähigen und förderfreien Erzeugung von Grünstrom auf dem deutschen Strommarkt, so Stephen Mason, COO von Ampyr Solar Europe
 

Stefan Sagmeister
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