Sven Becker (l.) und Oliver Runte. Quelle: Trianel
BILANZ:
Trianel-Geschäft normalisiert sich wieder
Nach außergewöhnlichen Geschäftsjahren haben sich die Bilanzzahlen der Trianel wieder auf ein gewohntes Niveau begeben – war bei einem Online-Termin zu hören.
Das war den beiden Trianel-Geschäftsführern Sven Becker und Oliver Runte schon wichtig: Die außergewöhnlichen Jahre 2023 und
2024 konnten mit ihren Rekordgewinnen nicht der Benchmark für die kommenden Jahre sein, so die Botschaft. Doch trotz der Rückgänge
bei Umsatz und Gewinn im Jahr 2025 zu den Vorjahren, habe man die Planvorgaben der Gesellschafter übertroffen.
Becker bezeichnete das Ergebnis 2025 bei einem Online-Termin vor Journalisten als „geschäftlich erfolgreiches Jahr“ bei einem nach wie vor „nicht einfachen Umfeld“. Gleichwohl habe sich die Lage an den Energiemärkten nach den Verwerfungen im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine wieder normalisiert. Das spiegele sich auch im Trainel-Ergebnis 2025 wider. „In Folge des niedrigeren Strompreisniveaus 2025 erreichten die Ergebnisse erwartungsgemäß nicht mehr das Niveau der letzten Jahre“, sagte Geschäftsführer-Kollege Runte.
Die Stadtwerke-Kooperation erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 35,1 Millionen Euro und blieb damit unter den hohen Ergebnissen der beiden Vorjahre (2024: 58,8 Millionen Euro; 2023: 68,8 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse gingen von 8,45 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 6,48 Milliarden Euro im Vorjahr zurück.
Erfolgreiche Handelsstrategie
Becker und Runte werten das Resultat beim Ergebnis vor Steuern (EBT) angesichts des veränderten Marktumfelds jedoch als Beleg für die operative Stärke des Unternehmens. „Wir haben unsere eigenen EBT-Prognosen um 14,9 Millionen Euro und damit um 48 Prozent übererfüllt“, sagte Becker.
Als wesentliche Erfolgsfaktoren nannte der für den Handel zuständige Runte die Handelsstrategie und das Geschäft mit Flexibilitäten. „Unsere deutliche Planübererfüllung ergibt sich aus der erfolgreich umgesetzten Handelsstrategie in einem herausfordernden Marktumfeld sowie sehr erfolgreich umgesetzten Optimierungsgeschäften“, sagte Runte. Erstmals habe zudem das Batteriespeicherprojekt in Waltrop durch die Gewinnung von Ankerinvestoren Beteiligungserträge beigesteuert.
Auch die Internationalisierung des Handelsgeschäfts schreitet voran. Nach der erfolgreichen Integration Tschechiens will Trianel weitere osteuropäische Märkte einbinden. Zudem eröffnete das Unternehmen im April ein Handelsbüro in London. „Das neue Büro eröffnet uns auch neue Möglichkeiten, um international erfahrene Kolleginnen und Kollegen für uns zu gewinnen“, sagte Runte. Die europäischen Handelsaktivitäten stärkten zugleich die Marktkenntnis und kämen den Kunden zugute.
Im Projektentwicklungsgeschäft setzt Trianel den Ausbau erneuerbarer Energien und von Flexibilitätsanlagen wie Batteriespeichern und Gaskraftwerken fort. Im vergangenen Jahr wurden Photovoltaik-Projekte mit einer Leistung von 167 MW realisiert. Gleichzeitig begann der Bau der Windparks Sundern (67 MW), Tasdorf (45,6 MW) und Treis II (12,5 MW). Als zentrales Vorhaben bezeichnet das Unternehmen den geplanten Batteriespeicher in Waltrop mit einer Leistung von 900 MW. Becker forderte erneut verlässliche politische Rahmenbedingungen für Investitionen in flexible Gaskraftwerke und Speicher.
Digitalisierung vorantreiben
Darüber hinaus will Trianel die Digitalisierung vorantreiben. Künstliche Intelligenz soll künftig stärker in die Handelsprozesse integriert werden. Das Handelsgeschäft sei bereits heute stark datengetrieben, erläuterte Runte. Nun werde geprüft, wie sich KI konkret zur weiteren Optimierung der Prozesse einsetzen lasse.
Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Becker trotz geopolitischer Unsicherheiten vorsichtig optimistisch. „Viel hängt für unsere weitere strategische Planung von den bevorstehenden Reformen beim EEG, beim Strommarktdesign sowie bei den Netzentgelten ab.“ Diese müssten Investitionen ermöglichen und gleichzeitig Versorgungssicherheit sowie Netzausbau im Blick behalten.
Quelle: Trianel
Becker bezeichnete das Ergebnis 2025 bei einem Online-Termin vor Journalisten als „geschäftlich erfolgreiches Jahr“ bei einem nach wie vor „nicht einfachen Umfeld“. Gleichwohl habe sich die Lage an den Energiemärkten nach den Verwerfungen im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine wieder normalisiert. Das spiegele sich auch im Trainel-Ergebnis 2025 wider. „In Folge des niedrigeren Strompreisniveaus 2025 erreichten die Ergebnisse erwartungsgemäß nicht mehr das Niveau der letzten Jahre“, sagte Geschäftsführer-Kollege Runte.
Die Stadtwerke-Kooperation erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 35,1 Millionen Euro und blieb damit unter den hohen Ergebnissen der beiden Vorjahre (2024: 58,8 Millionen Euro; 2023: 68,8 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse gingen von 8,45 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 6,48 Milliarden Euro im Vorjahr zurück.
Erfolgreiche Handelsstrategie
Becker und Runte werten das Resultat beim Ergebnis vor Steuern (EBT) angesichts des veränderten Marktumfelds jedoch als Beleg für die operative Stärke des Unternehmens. „Wir haben unsere eigenen EBT-Prognosen um 14,9 Millionen Euro und damit um 48 Prozent übererfüllt“, sagte Becker.
Als wesentliche Erfolgsfaktoren nannte der für den Handel zuständige Runte die Handelsstrategie und das Geschäft mit Flexibilitäten. „Unsere deutliche Planübererfüllung ergibt sich aus der erfolgreich umgesetzten Handelsstrategie in einem herausfordernden Marktumfeld sowie sehr erfolgreich umgesetzten Optimierungsgeschäften“, sagte Runte. Erstmals habe zudem das Batteriespeicherprojekt in Waltrop durch die Gewinnung von Ankerinvestoren Beteiligungserträge beigesteuert.
Auch die Internationalisierung des Handelsgeschäfts schreitet voran. Nach der erfolgreichen Integration Tschechiens will Trianel weitere osteuropäische Märkte einbinden. Zudem eröffnete das Unternehmen im April ein Handelsbüro in London. „Das neue Büro eröffnet uns auch neue Möglichkeiten, um international erfahrene Kolleginnen und Kollegen für uns zu gewinnen“, sagte Runte. Die europäischen Handelsaktivitäten stärkten zugleich die Marktkenntnis und kämen den Kunden zugute.
Im Projektentwicklungsgeschäft setzt Trianel den Ausbau erneuerbarer Energien und von Flexibilitätsanlagen wie Batteriespeichern und Gaskraftwerken fort. Im vergangenen Jahr wurden Photovoltaik-Projekte mit einer Leistung von 167 MW realisiert. Gleichzeitig begann der Bau der Windparks Sundern (67 MW), Tasdorf (45,6 MW) und Treis II (12,5 MW). Als zentrales Vorhaben bezeichnet das Unternehmen den geplanten Batteriespeicher in Waltrop mit einer Leistung von 900 MW. Becker forderte erneut verlässliche politische Rahmenbedingungen für Investitionen in flexible Gaskraftwerke und Speicher.
Digitalisierung vorantreiben
Darüber hinaus will Trianel die Digitalisierung vorantreiben. Künstliche Intelligenz soll künftig stärker in die Handelsprozesse integriert werden. Das Handelsgeschäft sei bereits heute stark datengetrieben, erläuterte Runte. Nun werde geprüft, wie sich KI konkret zur weiteren Optimierung der Prozesse einsetzen lasse.
Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr zeigte sich Becker trotz geopolitischer Unsicherheiten vorsichtig optimistisch. „Viel hängt für unsere weitere strategische Planung von den bevorstehenden Reformen beim EEG, beim Strommarktdesign sowie bei den Netzentgelten ab.“ Diese müssten Investitionen ermöglichen und gleichzeitig Versorgungssicherheit sowie Netzausbau im Blick behalten.
| Trianel-Geschäftszahlen | 2025 | 2024 |
| Umsatz | 6,48 Milliarden Euro | 8,45 Milliarden Euro |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 46,5 Millionen Euro | 92,5 Millionen Euro |
| Jahresüberschuss | 35,1 Millionen Euro | 58,8 Millionen Euro |
| Eigenkapital | 133,4 Millionen Euro | 133,3 Millionen Euro |
© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 26.06.2026, 16:11 Uhr
Freitag, 26.06.2026, 16:11 Uhr
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