• Sorgen um Gasversorgung treiben Preise
  • Noch Millionenbetrag im Fördertopf für Balkonkraftwerke
  • Messstellenbetreiber warnt vor Werbeschreiben
  • Ausschreibung für gesicherte Leistung gestartet
  • Spie erneuert Technik im Kraftwerk Staudinger
  • Netzengpässe bremsen Chinas Wind- und Solaroffensive
  • EU empfiehlt Verzicht auf Methan-Strafen
  • Branchenverband ordnet Urteil zu Photovoltaik ein
  • Kritik an Entwürfen für Netze und EEG
  • App und Sensoren sollen Nahwärme optimieren
Enerige & Management > Wärmenetz - Tecklenburger Versorger baut kaltes Nahwärmenetz
Quelle: Fotolia / fefufoto
WÄRMENETZ:
Tecklenburger Versorger baut kaltes Nahwärmenetz
Die SWTE Netz will für ein neues Quartier in Hörstel Erdwärme über ein kaltes Nahwärmenetz nutzen. Die Probebohrungen für ein Sondenfeld sind erfolgreich verlaufen.
 
Die Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land, die das Nahwärmenetz im Hörsteler Uferquartier (Nordrhein-Westfalen) bauen und betreiben wird, erstellt nun Detailplanungen, teilte die SWTE Netz mit. Die Wärmeversorgung im Neubaugebiet soll in Zukunft mithilfe eines Kalte-Nahwärmenetzes erfolgen. Die Stadt Hörstel entwickelt mit dem Uferquartier ein Neubaugebiet für Einfamilienhäuser, Doppel-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser.

Das Kalte-Nahwärmenetz der SWTE Netz nutzt die Erdwärme als Energieträger. Die geothermischen Wärmeversorgung soll über ein Sondenfeld innerhalb des Quartiers erfolgen. In Hörstel erlauben die geologischen Verhältnisse Bohrungen lediglich bis zu einer Tiefe von maximal 80 Metern. „Unsere Messungen haben ergeben, dass das ausreicht, um das Quartier zu versorgen“, sagt SWTE-Netz-Ingenieur Christoph Mersch.

Für das Quartier in Hörstel ist eine Trassenlänge von knapp 900 Metern vorgesehen. Neben den Wohnhäusern soll das Wärmenetz in Zukunft den geplanten Rathaus-Neubau sowie das benachbarte Feuerwehrgerätehaus versorgen. Eine Ausweitung zur Unterstützung von Bestandsgebäuden wird im Zuge der weiteren Planung untersucht, so der Versorger in seiner Mitteilung. Der Wärmebedarf ist mit rund 840 MWh pro Jahr für das Uferquartier inklusive der städtischen Gebäude prognostiziert. Sollte das Baugebiet wachsen, kann laut der SWTE Netz auch das Wärmenetz modular erweitert werden. Mit den Bauarbeiten soll im nächsten Jahr begonnen werden.

 
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
+49 (0) 8152 9311 28
eMail
facebook
© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 02.12.2022, 10:54 Uhr

Mehr zum Thema