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Enerige & Management > Stromnetz - Südlink erreicht Etappe an der Elbquerung
Quelle: Tennet
STROMNETZ:
Südlink erreicht Etappe an der Elbquerung
Die Stromtrasse Südlink hat eine weitere Hürde genommen. Nach 5,2 Kilometern Tunnelbau unter der Elbe beginnt nun die nächste Bauphase bis 2028.
 
Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet mit Sitz in Bayreuth hat den Tunnelvortrieb für die Elbquerung der Stromtrasse Südlink abgeschlossen. Die speziell für das Projekt gefertigte Tunnelbohrmaschine erreichte nach Angaben von Tennet den Zielschacht in Wischhafen nahe Stade (Niedersachsen). Damit ist der tiefbautechnische Teil eines der anspruchsvollsten Abschnitte der rund 700 Kilometer langen Gleichstromverbindung beendet.

Die Tunnelröhre verbindet Wewelsfleth in Schleswig-Holstein mit Wischhafen in Niedersachsen. Sie verläuft auf einer Länge von 5,2 Kilometern unter der Elbe. Laut Tennet stellte die Unterquerung hohe Anforderungen an Planung und Bauausführung. Die Bohrmaschine arbeitete sich durch unterschiedliche Boden- und Sedimentschichten. Unter der Schifffahrtsrinne der Elbe mussten die Bauarbeiten zudem unter erhöhtem Druck erfolgen. Nach Angaben des Netzbetreibers begannen die Bohrungen Anfang Februar 2025. 

Sechs Kabel sollen durch den Tunnel führen

Mit dem Erreichen des Zielschachts endet das Projekt an dieser Stelle noch nicht. In den kommenden Monaten baut Tennet die Tunnelbohrmaschine aus und bereitet die Röhre für den späteren Kabeleinzug vor. Nach Unternehmensangaben sollen insgesamt sechs Kabel verlegt werden. Vorgesehen sind jeweils zwei Kabel pro Übertragungssystem sowie zwei zusätzliche Ersatzkabel. Diese sollen spätere Wartungsarbeiten erleichtern und die Verfügbarkeit der Verbindung erhöhen.

Südlink gehört zu den zentralen Netzausbauprojekten der Energiewende. Die Gleichstromverbindung soll künftig Windstrom aus Norddeutschland nach Bayern und Baden-Württemberg transportieren. Verantwortlich für den nördlichen Abschnitt ist Tennet. Den südlichen Teil der Trasse realisiert die Transnet BW GmbH aus Stuttgart, die das Übertragungsnetz in Baden-Württemberg betreibt.

Inbetriebnahme Ende 2028 geplant

Die Inbetriebnahme der gesamten Leitung ist weiterhin für Ende 2028 vorgesehen. Der Netzbetreiber wertet den abgeschlossenen Tunnelvortrieb als wichtigen Baufortschritt auf dem Weg zu diesem Termin. Die Elbquerung gilt innerhalb des Gesamtprojekts als einer der technisch anspruchsvollsten Abschnitte.

Südlink wird seit dem Sommer 2023 gebaut. Die Verbindung soll nach ihrer Fertigstellung große Mengen erneuerbaren Stroms zwischen Nord- und Süddeutschland transportieren und damit zur Integration weiterer Windkraftanlagen in das Stromsystem beitragen.
 

Davina Spohn
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