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Quelle: E&M / Jonas Rosenberger
STROMNETZ:
Stromnetzbetreiber haben jetzt Klarheit über Verlustenergie
Die Verlustenergie beim Transport von Strom ist ein Kostenfaktor der Netzbetreiber. In welcher Höhe bekommen sie diese regulatorisch anerkannt? Für 2023 gibt es jetzt eine Preisangabe.
Die deutschen Stromnetzbetreiber mit mehr als 100.000 Kunden dürfen 2023 Verlustenergie mit einem Referenzpreis von 143,73 Euro/MWh als Kosten ansetzen. Dies geht aus einer Veröffentlichung der Beschlusskammer 8 (BK 8) der Bundesnetzagentur mit Datum 18. August hervor.
Verlustenergie ist jener Anteil der transportierten Strommenge, der beim Transport in unerwünschte Energieformen, etwa in Abwärme, umgewandelt wird und damit fürs Stromsystem verloren geht. Die sicherheitsverantwortlichen Stromnetzbetreiber aller Spannungsebenen dürfen und müssen sie zunächst auf eigene Kosten beschaffen. Sie bekommen diese Belastung in der Anreizregulierung entweder als "beeinflussbare" oder als "vorübergehend nicht beeinflussbare Kostenanteile" anerkannt. Je höher die anerkannten Mengen in MWh und Preise pro MWh ausfallen, desto höher kann tendenziell ihre Erlösobergrenze ausfallen, also der Betrag, den sie als natürliches Monopol am Stromtransport maximal verdienen dürfen. Die Strommengen sind dabei gemäß einem Basisjahr für eine Regulierungsperiode gedeckelt.
Was die Beschaffungspreise pro MWh angeht, wollten der Gesetzgeber und die Netzagentur eine 1:1-Weiterreichung der tatsächlichen Preise an die Vertriebe als Bestandteil der Stromnetzentgelte verhindern. Die BK 8 hatte schon 2018 festgelegt, dass sich der anerkennungsfähige "Referenzpreis" für ein Lieferjahr aus dem Durchschnittspreis des betreffenden Jahresfutures anderthalb Jahre bis ein halbes Jahr zuvor an der Börse EEX ergibt. Dabei gilt ein Verhältnis von 69:31 von Grundlast zu Spitzenlast.
Nun ist nach Ablauf des Juni 2022 klar: Die Verlustenergie-Kosten im Jahr 2023 werden in Höhe von 143,73 Euro/MWh anerkannt. Zum Vergleich: An der Börse EEX wurde am 22. August ein Jahresprodukt 2023 mit 658,90 Euro/MWh abgerechnet − ein Allzeitrekord.
Verlustenergie ist jener Anteil der transportierten Strommenge, der beim Transport in unerwünschte Energieformen, etwa in Abwärme, umgewandelt wird und damit fürs Stromsystem verloren geht. Die sicherheitsverantwortlichen Stromnetzbetreiber aller Spannungsebenen dürfen und müssen sie zunächst auf eigene Kosten beschaffen. Sie bekommen diese Belastung in der Anreizregulierung entweder als "beeinflussbare" oder als "vorübergehend nicht beeinflussbare Kostenanteile" anerkannt. Je höher die anerkannten Mengen in MWh und Preise pro MWh ausfallen, desto höher kann tendenziell ihre Erlösobergrenze ausfallen, also der Betrag, den sie als natürliches Monopol am Stromtransport maximal verdienen dürfen. Die Strommengen sind dabei gemäß einem Basisjahr für eine Regulierungsperiode gedeckelt.
Was die Beschaffungspreise pro MWh angeht, wollten der Gesetzgeber und die Netzagentur eine 1:1-Weiterreichung der tatsächlichen Preise an die Vertriebe als Bestandteil der Stromnetzentgelte verhindern. Die BK 8 hatte schon 2018 festgelegt, dass sich der anerkennungsfähige "Referenzpreis" für ein Lieferjahr aus dem Durchschnittspreis des betreffenden Jahresfutures anderthalb Jahre bis ein halbes Jahr zuvor an der Börse EEX ergibt. Dabei gilt ein Verhältnis von 69:31 von Grundlast zu Spitzenlast.
Nun ist nach Ablauf des Juni 2022 klar: Die Verlustenergie-Kosten im Jahr 2023 werden in Höhe von 143,73 Euro/MWh anerkannt. Zum Vergleich: An der Börse EEX wurde am 22. August ein Jahresprodukt 2023 mit 658,90 Euro/MWh abgerechnet − ein Allzeitrekord.
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Dienstag, 23.08.2022, 16:15 Uhr
Dienstag, 23.08.2022, 16:15 Uhr
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