Quelle: Jonas Rosenberger
STROMNETZ:
Stromnetz in Deutschland auf Sonnenfinsternis vorbereitet
Die Sonnenfinsternis am 12. August senkt kurzzeitig die Photovoltaik-Einspeisung in Deutschland. Für die Stromversorgung erwarten die Netzbetreiber dennoch keine Folgen.
Am Abend des 12. August macht sich die partielle Sonnenfinsternis auch bei der Solarstromerzeugung bemerkbar. Ab etwa 19 Uhr schiebt sich der
Mond vor einen Teil der Sonne und reduziert vorübergehend das Sonnenlicht. Die Verdunkelung fällt schwächer aus als bei einer
totalen Sonnenfinsternis. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber – 50 Hertz, Amprion, Tennet und Transnet BW − rechnen
deshalb mit einem etwas früheren Rückgang der Photovoltaik-Einspeisung als an einem gewöhnlichen Sommerabend.
Wie stark der Effekt ausfällt, hängt laut den Netzbetreibern von der Wetterlage ab. Bei wolkenlosem Himmel könnte die Photovoltaik-Einspeisung nach ihren Prognosen um bis zu 2.000 MW sinken. Dem stehen in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von mehr als 110.000 MW gegenüber. Einschränkungen bei der Stromversorgung erwarten die Betreiber durch den Rückgang nicht.

Netzbetreiber koordinieren sich europaweit
Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben sich nach eigenen Angaben frühzeitig mit ihren europäischen Partnern auf die Sonnenfinsternis vorbereitet. Der Verband Entso-E, der Zusammenschluss der europäischen Übertragungsnetzbetreiber, hat dafür eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Er bewertet die Lage kontinuierlich. Bei Bedarf können die Netzbetreiber dadurch kurzfristig reagieren.
Die Vorbereitung reicht zugleich über den 12. August hinaus. In den Jahren 2027, 2028 und 2030 stehen weitere Sonnenfinsternisse an. Wie stark sie die Solar-Einspeisung beeinflussen, hängt nach Darstellung der Netzbetreiber auch davon ab, zu welcher Tageszeit die Verdunkelung eintritt.
Besonders im Blick steht die Sonnenfinsternis am 2. August 2027. Nach den Prognosen der Netzbetreiber könnte sie die Solar-Einspeisung stärker beeinflussen als das Ereignis im August 2026, da die Verdunkelung dann in die frühen Morgenstunden fällt. Mit Regelleistung können die Netzbetreiber nach eigenen Angaben kurzfristige Schwankungen ausgleichen und die Stromversorgung sichern. Auch auf dieses Ereignis wollen sich die europäischen Übertragungsnetzbetreiber vorbereiten. (ds)
Wie stark der Effekt ausfällt, hängt laut den Netzbetreibern von der Wetterlage ab. Bei wolkenlosem Himmel könnte die Photovoltaik-Einspeisung nach ihren Prognosen um bis zu 2.000 MW sinken. Dem stehen in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von mehr als 110.000 MW gegenüber. Einschränkungen bei der Stromversorgung erwarten die Betreiber durch den Rückgang nicht.

Die Grafik zeigt, dass die Sonnenfinsternis zu einer Tageszeit einsetzt, zu der die PV-Einspeisung in Deutschland und Europa
ohnehin bereits deutlich zurückgeht
Quelle: Tennet, Transnet BW, 50 Hertz und Amprion
Quelle: Tennet, Transnet BW, 50 Hertz und Amprion
Netzbetreiber koordinieren sich europaweit
Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben sich nach eigenen Angaben frühzeitig mit ihren europäischen Partnern auf die Sonnenfinsternis vorbereitet. Der Verband Entso-E, der Zusammenschluss der europäischen Übertragungsnetzbetreiber, hat dafür eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Er bewertet die Lage kontinuierlich. Bei Bedarf können die Netzbetreiber dadurch kurzfristig reagieren.
Die Vorbereitung reicht zugleich über den 12. August hinaus. In den Jahren 2027, 2028 und 2030 stehen weitere Sonnenfinsternisse an. Wie stark sie die Solar-Einspeisung beeinflussen, hängt nach Darstellung der Netzbetreiber auch davon ab, zu welcher Tageszeit die Verdunkelung eintritt.
Besonders im Blick steht die Sonnenfinsternis am 2. August 2027. Nach den Prognosen der Netzbetreiber könnte sie die Solar-Einspeisung stärker beeinflussen als das Ereignis im August 2026, da die Verdunkelung dann in die frühen Morgenstunden fällt. Mit Regelleistung können die Netzbetreiber nach eigenen Angaben kurzfristige Schwankungen ausgleichen und die Stromversorgung sichern. Auch auf dieses Ereignis wollen sich die europäischen Übertragungsnetzbetreiber vorbereiten. (ds)
© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 07.08.2026, 15:56 Uhr
Freitag, 07.08.2026, 15:56 Uhr
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