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Enerige & Management > Kraftwerke - Steag zieht sich komplett aus türkischem Kraftwerksgeschäft zurück
Das Kohlekraftwerk Sugözü. Quelle: Steag Iqony
KRAFTWERKE:
Steag zieht sich komplett aus türkischem Kraftwerksgeschäft zurück
Die Essener Steag Iqony Group hat ihre Mehrheitsbeteiligung an der türkischen Kraftwerksgesellschaft Isken an den bisherigen Miteigentümer Oyak veräußert.
 
Der türkische Mischkonzern Oyak übernimmt im Zuge des Anteilserwerbs vollständig das Kohlekraftwerk Sugözü. Er hatte zuvor 49 Prozent an der Anlage gehalten. Das Kraftwerk bleibt somit „in bewährten Händen“, teilte Steag Iqony mit. Mit der nun vollzogenen Transaktion ziehe sich die Steag Iqony Group vollständig aus dem türkischen Kraftwerksgeschäft zurück.

Die Kraftwerksgesellschaft Isken betreibt seit 2003 das Steinkohlekraftwerk mit einer Leistung von 1.360 MW nahe der Stadt Iskenderun im Süden der Türkei. „Diese Transaktion markiert das Ende einer über zwei Jahrzehnte währenden, äußerst erfolgreichen deutsch-türkischen Zusammenarbeit“, erklärte Andreas Reichel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Steag Iqony Group.

Durch den Verkauf stärke das Unternehmen seinen Fokus auf den Heimatmarkt und gewinne Spielraum für Investitionen in Wachstumsfelder wie die Fernwärme, so Reichel weiter. Auch Nicole Hildebrand, COO der Steag Iqony Group, betonte die Bedeutung des Schritts für die Unternehmensstrategie: „Mit der Veräußerung reduzieren wir Komplexität, verbessern unser Risikoprofil und schaffen Freiraum für Investitionen in unser Kerngeschäft.“ 

Der Abschied vom Kohlekraftwerk verbessere zudem die Klimabilanz der Steag Iqony Group deutlich. Das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden, bleibe zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie, heißt es weiter.

Die Steag Iqony Group mit Sitz in Essen ist ein deutsches Energieunternehmen, das als Holdinggesellschaft für die Tochterunternehmen Steag Power GmbH und Iqony GmbH fungiert. Seit Januar 2024 gehört die Muttergesellschaft Steag GmbH vollständig dem spanischen Infrastrukturinvestor Asterion Industrial Partners. Zuvor war sie in Händen eines kommunalen Konsortiums aus dem Ruhrgebiet.
 

Stefan Sagmeister
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