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Enerige & Management > Photovoltaik - Stadtwerke Willich versorgen Plastikproduzenten ohne Umweg
Quelle: Pixabay / Samuel Faber
PHOTOVOLTAIK:
Stadtwerke Willich versorgen Plastikproduzenten ohne Umweg
Für die Stadtwerke Willich und auch deren Heimatkommune ist es eine große Sache. Die bislang größte Freiflächen-Solaranlage im Ort versorgt als Onsite-PPA ein benachbartes Unternehmen.
 
Ökostrom direkt vom Erzeuger: Dieses Modell wird nun im nordrhein-westfälischen Willich Wirklichkeit. Die örtlichen Stadtwerk bauen auf dem Gelände eines Kunststoffverarbeiters ein Solarfeld und leiten den produzierten Strom direkt an den Abnehmer.

In sein erstes Projekt dieser Art steckt der Versorger 1,2 Millionen Euro. Es ist nach Angaben der Beteiligten mit 1,76 MW die leistungsstärkste Freiflächenanlage dieser Art in der Kommune. Nutznießer des Solarparks ist die Saint-Gobain Performance Plastics Pampus GmbH, ein Produzent und Vermarkter von Hochleistungswerkstoffen auf Fluorpolymer-Basis. Solche Produkte sind zum Beispiel für die Automobilindustrie unerlässlich.

Die Solarmodule erstrecken sich auf 10.000 Quadratmetern einer bislang ungenutzten Firmenfläche. Daher ist der Weg des Stroms vom Kraftwerk ins Unternehmen nur etwa 300 Meter lang. Bei solchen Direktabnahmeverträgen an Ort und Stelle spricht man von Onsite-PPA. Der Strom soll ab Oktober fließen.

Die Stadtwerke und das Unternehmen sehen das Geschäft als lohnenswert an. Denn mit der Direktbelieferung zu einem festgelegten Preis je kWh kann der Versorger mit festen Einnahmen kalkulieren. Die eigenen Kosten lassen sich reduzieren, weil Aufwand für Handel und Vermarktung des Stroms entfallen.

Der Fluorkunststoffverarbeiter wiederum deckt mit dem Ökostrom mehr als ein Fünftel des Jahresbedarfs von etwa 6 Millionen kWh. Dieser Wert ergibt sich dadurch, dass von den erwarteten 1,51 Millionen kWh Strom aus dem Solarfeld etwa 1,3 Millionen kWh für das Unternehmen zur Verfügung stehen. Nicht jede kWh ist aus technischen, zeitlichen oder Kapazitätsgründen vollständig vor Ort nutzbar. Das Unternehmen bezeichnet die Versorgungssicherheit zu stabilen Preisen als Vorteil. Auch entfallen keine Ausgaben für Netzentgelte, Umlagen oder andere Abgaben. (vs)
 

Volker Stephan
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Freitag, 04.09.2026, 15:53 Uhr

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