
Modernisiertes Neckarwerk. Quelle: Stadtwerke Tübingen / Schermaul / Marquardt
WASSERKRAFT:
Stadtwerke Tuebingen schließen Modernisierung des Neckarwerks ab
Die Stadtwerke Tübingen haben das Wasserkraftwerk am Neckar modernisiert. Eine neue Rechenanlage steigert die Effizienz, verbesserte Fischabstiege sollen die Wanderung erleichtern.
Die Stadtwerke Tübingen verkünden einen wichtigen Modernisierungsschritt am Wasserkraftwerk Neckarwerk. Eine neue Rechenanlage
verbessert die Leistung des Kraftwerks auf 600 kW. Die jährlich erzeugten 3 Millionen kWh reichen rein rechnerisch dafür aus, um 600 Vier-Personen-Haushalte mit Strom zu versorgen. Das Neckarwerk ist eines von zwei Wasserkraftwerken in Tübingen und seit dem Jahr 1911 in Betrieb. Während es früher den gesamten
Strombedarf der Stadt deckte, trägt es heute weiterhin zur lokalen ökologischen Energieerzeugung bei. Damit das auch künftig
so bleibt, haben die Stadtwerke umfangreiche Modernisierungsarbeiten durchgeführt.
Anlass für Modernisierung im Frühjahr 2024
Vor der Installation der neuen Rechenanlage standen die Betreiber im Frühjahr 2024 vor einer unvorhergesehenen Herausforderung: Eine tonnenschwere Kette der Wehrwalzen riss beim Entfernen eines Baumstamms. Die Stadtwerke entschieden sich daraufhin, sämtliche Ketten zu erneuern. Die dafür benötigten Ersatzteile wurden im Sauerland speziell gefertigt.
Die alten Rechen, die nach 30 Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hatten, wurden durch eine neue Anlage ersetzt. Um die Arbeiten durchzuführen, legten die Stadtwerke eigenen Angaben nach den Zulauf trocken, dichteten die gesamte Anlage ab und setzten ein Nadelwehr ein. Taucher unterstützten die Arbeiten, während der Fischereiverein die betroffenen Bereiche im Vorfeld abfischte.
Hannah Sonnenschein, Abteilungsleiterin Technischer Anlagenbetrieb bei den Stadtwerken Tübingen, betont die Vorteile der Modernisierung: „Die Maßnahmen steigern nicht nur die Effizienz der Energieerzeugung, sondern tragen auch zum Artenschutz im Neckar bei.“ Projektleiter Ralph Raisch ergänzt, dass die neuen Rechenreiniger die Turbinen besser vor Schwemmgut schützen. Während Laub und Äste bisher in Containern gesammelt wurden, gelangen sie nun direkt zurück in den Fluss. Dies reduziert die Reinigungszeit von fünf auf zwei Minuten und erhöht die Durchflussmenge auf die Turbinen, was die Leistung steigert.
Neue Fischwanderwege realisiert
Ein neuer Fischabstieg ersetzt das frühere Förderband für Schwemmgut. Ein zusätzlicher Abstieg nahe der Flusssohle wurde speziell für Aale eingerichtet. Um die Wanderung flussaufwärts zu erleichtern, planen die Stadtwerke eine umfassende Modernisierung der bestehenden Fischtreppe. Diese soll länger, breiter und mit einer höheren Mauer sowie einer optimierten Lockströmung ausgestattet werden. Die Arbeiten starten im Juni 2025 nach der Schonzeit und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Anlass für Modernisierung im Frühjahr 2024
Vor der Installation der neuen Rechenanlage standen die Betreiber im Frühjahr 2024 vor einer unvorhergesehenen Herausforderung: Eine tonnenschwere Kette der Wehrwalzen riss beim Entfernen eines Baumstamms. Die Stadtwerke entschieden sich daraufhin, sämtliche Ketten zu erneuern. Die dafür benötigten Ersatzteile wurden im Sauerland speziell gefertigt.
Die alten Rechen, die nach 30 Jahren das Ende ihrer Lebensdauer erreicht hatten, wurden durch eine neue Anlage ersetzt. Um die Arbeiten durchzuführen, legten die Stadtwerke eigenen Angaben nach den Zulauf trocken, dichteten die gesamte Anlage ab und setzten ein Nadelwehr ein. Taucher unterstützten die Arbeiten, während der Fischereiverein die betroffenen Bereiche im Vorfeld abfischte.
Hannah Sonnenschein, Abteilungsleiterin Technischer Anlagenbetrieb bei den Stadtwerken Tübingen, betont die Vorteile der Modernisierung: „Die Maßnahmen steigern nicht nur die Effizienz der Energieerzeugung, sondern tragen auch zum Artenschutz im Neckar bei.“ Projektleiter Ralph Raisch ergänzt, dass die neuen Rechenreiniger die Turbinen besser vor Schwemmgut schützen. Während Laub und Äste bisher in Containern gesammelt wurden, gelangen sie nun direkt zurück in den Fluss. Dies reduziert die Reinigungszeit von fünf auf zwei Minuten und erhöht die Durchflussmenge auf die Turbinen, was die Leistung steigert.
Neue Fischwanderwege realisiert
Ein neuer Fischabstieg ersetzt das frühere Förderband für Schwemmgut. Ein zusätzlicher Abstieg nahe der Flusssohle wurde speziell für Aale eingerichtet. Um die Wanderung flussaufwärts zu erleichtern, planen die Stadtwerke eine umfassende Modernisierung der bestehenden Fischtreppe. Diese soll länger, breiter und mit einer höheren Mauer sowie einer optimierten Lockströmung ausgestattet werden. Die Arbeiten starten im Juni 2025 nach der Schonzeit und sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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Dienstag, 25.02.2025, 09:42 Uhr
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