Quelle: Jonas Rosenberger
STADTWERKE:
Stadtwerke Tübingen errichten Batteriespeicher Großholz
Am Freiflächen-Solarpark Traufwiesen integrieren die Stadtwerke Tübingen (SWT) ein Batterie-Energie-Speicher-System (BESS). Im August beginnen nun die Bauarbeiten.
Die Stadtwerke Tübingen errichten am Solarpark Traufwiesen ein Batterie-Energie-Speicher-System (BESS). Das Projekt soll den
Solarstrom von „Großholz“ flexibler vermarkten und Netzengpässe besser ausgleichen. Die Inbetriebnahme ist für den Herbst
vorgesehen. Mit einer Be- und Entladeleistung von 13,8 MW sowie einer Speicherkapazität von 30,1 MWh entsteht der bislang
größte Batteriespeicher im Portfolio des kommunalen Unternehmens, teilte der Versorger am 30. Juli mit.
Mit dem Projekt wollen die SWT Erfahrungen mit dem Betrieb von Batteriespeichern sammeln und ihre Erzeugungsanlagen stärker miteinander verzahnen. Die Stadtwerke betreiben nach eigenen Angaben derzeit 13 Windparks und 25 Freiflächen-Solarparks. Der Solarpark Traufwiesen wird der dritte Standort im Portfolio, an dem Photovoltaik und Batteriespeicher kombiniert werden. Für das Vorhaben investieren die Stadtwerke einen hohen einstelligen Millionenbetrag.
Der Batteriespeicher arbeitet laut den Tübingern als Graustromspeicher. Er kann sowohl Strom aus dem Solarpark als auch aus dem öffentlichen Netz aufnehmen und diesen später wieder ins Netz einspeisen. Die SWT wollen den Speicher vor allem zur Vermarktung von Strom einsetzen.
Aufsichtsrat bestätigt Fernwärmestrategie
Zudem hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke die Strategie zur Transformation der Fernwärmeversorgung bestätigt. Der Anteil regenerativer Wärme soll kontinuierlich steigen. Einen Baustein bildet der Ende 2025 in Betrieb genommene Solarthermiepark Au. Für die geplante Abwasserwärmepumpe am Klärwerk erhielten die Stadtwerke im März 2026 eine Bundesförderung in Höhe von 23 Millionen Euro. Der Baustart ist ab 2028 vorgesehen. Parallel wächst das Fernwärmenetz. Seit 2012 nahm dessen Länge nach Angaben der SWT um 46 Prozent auf inzwischen 73 Kilometer zu. Neue Haupttrassen entstehen unter anderem in der Südstadt und in Richtung Derendingen.
Im Zuge des Netzausbaus errichten die Stadtwerke im Bereich Mühlbachäcker ein erdgasbetriebenes Spitzenlast- und Reserve-Heizwerk. Die Anlage soll zunächst mehrere Aufgaben übernehmen. Sie ersetzt ältere gasbetriebene Heizzentralen, ermöglicht zusätzliche Fernwärmeanschlüsse bereits vor Inbetriebnahme der Großwärmepumpe und erhöht die Versorgungssicherheit im Netz.
Mit dem geplanten Betrieb der Abwasserwärmepumpe ab 2030 soll sich die Rolle des Heizwerks ändern. Dann soll die Anlage nur noch in Zeiten hoher Last oder bei Ausfällen anderer Erzeugungsanlagen einspringen. Nach Angaben der Stadtwerke wird sich die Betriebszeit mittelfristig auf wenige hundert Stunden pro Jahr beschränken. Ziel sei es, den Einsatz von Erdgas schrittweise zurückzudrängen und fossil betriebene Heizzentralen im Stadtgebiet nach Möglichkeit zu ersetzen. Als Beispiel nennen die SWT die neue Pellet-Heizzentrale am Schulzentrum Derendingen. (hr)
Mit dem Projekt wollen die SWT Erfahrungen mit dem Betrieb von Batteriespeichern sammeln und ihre Erzeugungsanlagen stärker miteinander verzahnen. Die Stadtwerke betreiben nach eigenen Angaben derzeit 13 Windparks und 25 Freiflächen-Solarparks. Der Solarpark Traufwiesen wird der dritte Standort im Portfolio, an dem Photovoltaik und Batteriespeicher kombiniert werden. Für das Vorhaben investieren die Stadtwerke einen hohen einstelligen Millionenbetrag.
Der Batteriespeicher arbeitet laut den Tübingern als Graustromspeicher. Er kann sowohl Strom aus dem Solarpark als auch aus dem öffentlichen Netz aufnehmen und diesen später wieder ins Netz einspeisen. Die SWT wollen den Speicher vor allem zur Vermarktung von Strom einsetzen.
Aufsichtsrat bestätigt Fernwärmestrategie
Zudem hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke die Strategie zur Transformation der Fernwärmeversorgung bestätigt. Der Anteil regenerativer Wärme soll kontinuierlich steigen. Einen Baustein bildet der Ende 2025 in Betrieb genommene Solarthermiepark Au. Für die geplante Abwasserwärmepumpe am Klärwerk erhielten die Stadtwerke im März 2026 eine Bundesförderung in Höhe von 23 Millionen Euro. Der Baustart ist ab 2028 vorgesehen. Parallel wächst das Fernwärmenetz. Seit 2012 nahm dessen Länge nach Angaben der SWT um 46 Prozent auf inzwischen 73 Kilometer zu. Neue Haupttrassen entstehen unter anderem in der Südstadt und in Richtung Derendingen.
Im Zuge des Netzausbaus errichten die Stadtwerke im Bereich Mühlbachäcker ein erdgasbetriebenes Spitzenlast- und Reserve-Heizwerk. Die Anlage soll zunächst mehrere Aufgaben übernehmen. Sie ersetzt ältere gasbetriebene Heizzentralen, ermöglicht zusätzliche Fernwärmeanschlüsse bereits vor Inbetriebnahme der Großwärmepumpe und erhöht die Versorgungssicherheit im Netz.
Mit dem geplanten Betrieb der Abwasserwärmepumpe ab 2030 soll sich die Rolle des Heizwerks ändern. Dann soll die Anlage nur noch in Zeiten hoher Last oder bei Ausfällen anderer Erzeugungsanlagen einspringen. Nach Angaben der Stadtwerke wird sich die Betriebszeit mittelfristig auf wenige hundert Stunden pro Jahr beschränken. Ziel sei es, den Einsatz von Erdgas schrittweise zurückzudrängen und fossil betriebene Heizzentralen im Stadtgebiet nach Möglichkeit zu ersetzen. Als Beispiel nennen die SWT die neue Pellet-Heizzentrale am Schulzentrum Derendingen. (hr)
© 2026 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 30.07.2026, 10:50 Uhr
Donnerstag, 30.07.2026, 10:50 Uhr
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