• Direktvermarktung legt im September deutlich zu
  • Verbände warnen vor Kurswechsel in der Energiewende
  • Windstrom liefert „besten“ Wasserstoff
  • EnBW schickt KI an die Hotline für E-Auto-Fahrer
  • Die Ostsee bringt nun Wärme in 200 holsteinische Haushalte
  • Sprengsätze an Stromleitungen entdeckt und entschärft
  • Stadtwerke Neustadt beteiligen Bürger an neuem Solarpark
  • Studie zeigt Restemissionen bei Wasserstoff
  • Entso-E fordert mehr Schutz für Stromnetze
  • Neue Debatte um deutsche Strompreiszone
Enerige & Management > Mecklenburg-Vorpommern - Solarparks künftig nur noch auf mageren Böden
Freiflächen-PV-Anlage. Quelle: Shutterstock / Bilanol
MECKLENBURG-VORPOMMERN:
Solarparks künftig nur noch auf mageren Böden
Mecklenburg-Vorpommern hat das Flächenkontingent für Agri-PV verdoppelt. Ertragreiche Böden sollen für die Nahrungsmittelproduktion in gesichert werden.
 
Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat das Kontingent für Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen auf 10.000 Hektar verdoppelt. Zugleich wurden die Bedingungen für die Solarparks verschärft: Großflächenanlagen auf Äckern und Grünland dürfen künftig nur noch auf ertragsarmen Böden errichtet werden, wie aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums hervorgeht.
 
Durften bisher Landwirtschaftsflächen mit einer Fruchtbarkeit von bis zu 40 Bodenpunkten mit Solarparks überbaut werden, gilt künftig ein Durchschnittswert von maximal 25 Punkten bei Feldern und 30 Punkten bei Grünflächen. Die neuen Bodenwerte wurden den Angaben zufolge in enger Abstimmung mit dem Agrarministerium von Till Backhaus (SPD) festgelegt. „Mit den neuen Kriterien ist sichergestellt, dass hochwertige Böden in Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin für die landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung stehen“, erläuterte ein Sprecher von Wirtschaftsminister Blank.
 
Der Landesbauernverband sieht es seit längerem kritisch, wenn wertvolles Ackerland mit Solaranlagen überbaut wird. Er fordert, vorrangig Dachflächen, Industriebrachen und Konversionsflächen für Photovoltaik zu nutzen. Würden doch Landwirtschaftsflächen genutzt, müssten dafür ertragsschwache Äcker und Wiesen wie Trockenstandorte mit leichten und sehr sandigen Böden gewählt werden.
 

dpa
© 2026 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 15.04.2026, 10:54 Uhr

Mehr zum Thema