• Hitzewelle stützt Strom-, Gas- und CO2-Preise
  • Hamburger „Zentrum für Ressourcen und Energie“ ein Fiasko
  • Ende einer Ära: Deutschlands Atommüll komplett zurück
  • USA zahlen nochmal für die Verhinderung von Windparks
  • Equinor weitet Erdgasförderung in der Nordsee aus
  • Stadtwerke Osnabrück: Gewinn mithilfe der Stadt
  • VNG macht mit algerischem Gasexporteur weiter
  • Energy Metering übernimmt Messstellenbetrieb für Maingau
  • Engie sichert Fläche für H2-fähiges Gaskraftwerk
  • Potsdam und Geoforscher erkunden Tiefengrundwasser
Enerige & Management > Kernkraft - Slowakischer Minister avisiert Aus für Reaktorbau in Jaslovske Bohunice
Quelle: RWE
KERNKRAFT:
Slowakischer Minister avisiert Aus für Reaktorbau in Jaslovske Bohunice
Der slowakische Wirtschaftsminister Richard Sulik hat den Bau des seit Jahren geplanten fünften Kernreaktors in Jaslovske Bohunice de facto auf Eis gelegt.
 
Auch wenn schon lange über eine entsprechende Erweiterung der dortigen Atomanlage gesprochen werde, sei ein solches Projekt aktuell nicht in Vorbereitung, bestätigte der Neoliberale.

Vielmehr müssten endlich der dritte und vierte Reaktor im Kernkraftwerk Mochovce fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Die Slowakei werde dann über nicht weniger als sechs Kernreaktoren verfügen, womit sie zu einer Großmacht bei der Erzeugung von Energie aus Kernkraft aufsteige, so Sulik. Außerdem solle endlich der Block A1 auf dem Areal von Jaslovske Bohunice entsorgt werden.

Der Minister wies darauf hin, dass nach der Novelle des slowakischen Atomgesetzes im vorigen Jahr die Errichtung weiterer Kernkraftanlagen möglich sei. Dies werde aber erst dann geschehen, wenn es dafür einen tatsächlichen Bedarf gebe und die allgemeinen Voraussetzungen stimmten.

Ursprünglich war die halbstaatliche Kernenergiegesellschaft der Slowakei (JESS) mit dem Bau eines fünften Kernreaktors in Jaslovske Bohunice beauftragt. Seit der Beginn der Planungen war jedoch ungewiss, wie das Projekt finanziert werden sollte.
Vor allem wegen des finanziellen Debakels um die Erweiterung des Kernkraftwerks Mochovce, die wegen jahrelanger Verzögerung mindestens sechs Milliarden Euro statt der anfänglich veranschlagten drei Milliarden Euro verschlungen hat, dürfte Sulik von dem Vorhaben Abstand genommen haben.

Zwischenzeitlich wurde auch der Geschäftsgegenstand von JESS umgewidmet; das Unternehmen widmet sich künftig vor allem Photovoltaik und der Erforschung und Produktion von Wasserstoff.
 

Karin Rogalska
© 2026 Energie & Management GmbH
Montag, 03.01.2022, 15:20 Uhr

Mehr zum Thema