• ETS-Reform lässt CO2-Preise steigen
  • Vattenfall steigert Gewinn im ersten Halbjahr deutlich
  • Verbände fordern Änderungen am BEHG-Entwurf
  • Wissenschaftler empfehlen Änderungen bei Stromnetzentgelten
  • Q1 Energie sichert sich Bio-LNG von Uniper
  • SWB bietet Verbraucher-Webinare an
  • EU-Kommission will Emissionshandel reformieren
  • EnBW erweitert Geschäft in Italien
  • EU-Kommission will mehr Elektrifizierung durchsetzen
  • Kommentar: Die nEHS-Auktionen - eine Farce
Enerige & Management > Unternehmen - Shell baut Bio-LNG-Anlage im Rheinland
Quelle: Shell
UNTERNEHMEN:
Shell baut Bio-LNG-Anlage im Rheinland
Shell will seinen Standort in Godorf im Rheinland zu einer Plattform für nachhaltige Energie- und Chemieprodukte umbauen.
 
Nach dem 2021 in Betrieb genommenen Elektrolyseur Refhyne für grünen Wasserstoff baut Shell nun eine Bio-LNG-Anlage. Sie soll ab etwa der zweiten Jahreshälfte 2023 jährlich bis zu 100.000 Tonnen eines CO2-neutralen verflüssigten Gemischs aus Biomethan und Erdgas produzieren.

Der als Bio-LNG bezeichnete Kraftstoff birgt nach Unternehmensangaben großes Potenzial für die Dekarbonisierung des Schwerlastverkehrs. Die in Godorf produzierten Mengen können in den Jahres-Bedarf von rund 4.000 bis 5.000 LNG-Lkw decken. Das eröffnet − im Vergleich zu einem konventionellen Diesel-Lkw − die Möglichkeit, jährlich bis zu 1 Million Tonnen CO2 einzusparen. Möglich ist das durch den Einsatz von Biomethan aus nachhaltigen Reststoffen wie Gülle und Mist.

Gespeist wird die Bio-LNG-Anlage künftig über die normale Gasleitung, über die Biomethan problemlos transportiert werden kann. Dies ermögliche die zentrale Verarbeitung großer Mengen. In der Anlage im Rheinland wird das Gas auf -162 °C gekühlt und damit zu Bio-LNG verflüssigt. In speziellen Tanklastern wird es dann zu LNG-Tankstellen von Shell in ganz Deutschland transportiert.
 

Silvia Rausch-Becker
© 2026 Energie & Management GmbH
Dienstag, 15.03.2022, 16:26 Uhr

Mehr zum Thema