• Versorgungsausfälle bis zu 48 Milliarden kWh kompensierbar
  • Entega-Vorstand verlässt das Unternehmen
  • Von der Leyen will 30 Milliarden für grüne EU-Industrie
  • Netzanschluss bleibt Engpass der Energiewende
  • Vergleich zu Offshore-Windpark Gennaker beendet Rechtsstreit
  • Repowering in Löberitz beginnt
  • Kraftstoffgesetz sorgt für geteiltes Echo
  • PNE-Prognose für 2026 höher als Analystenschätzungen
  • Stadtwerke-Mitarbeiter entdeckt gestohlenen Kirchenschatz
  • Massive Kritik am Kraftstoffpaket
Enerige & Management > Mecklenburg-Vorpommern - Scholz eröffnet Geothermie-Anlage in Schwerin
Quelle: Fotolia / Rene Grycner
MECKLENBURG-VORPOMMERN:
Scholz eröffnet Geothermie-Anlage in Schwerin
Bundeskanzler Olaf Scholz und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig haben in Schwerin die Geothermie-Anlage der Stadtwerke in Betrieb genommen.
 
„Damit begegnen sich heute hier unsere Vergangenheit und unsere Zukunft. Wir brauchen bei der Energiewende Lösungen, die realistisch, praktikabel und erschwinglich sind. Die Geothermie in Schwerin ist dafür ein gutes Beispiel. Auch deshalb haben wir als Land das Projekt mit 4,2 Millionen Euro gefördert“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am 28. April in Schwerin laut einer Pressemitteilung der Landesregierung.

Anders als Wind oder Sonne stehe Geothermie rund um die Uhr zur Verfügung, erklärte Bundeskanzler Scholz (SPD) vor Ort. „Sie können die Grundlast auch an sonnen- und windarmen Tagen sichern und sind so eine perfekte Ergänzung zur Windenergie, bei der Mecklenburg-Vorpommern heute schon ganz vorne mit dabei ist.“

Für die Versorgung wird am Standort Schwerin-Lankow künftig das im Untergrund vorhandene rund 56 Grad Celsius warme Thermalwasser genutzt werden. Das Besondere: Die Anlage arbeitet mit vier Großwärmepumpen. Die Gesamtleistung aller vier Wärmepumpen beträgt 7,35 MW, teilten die Stadtwerke Schwerin mit, als die Wärmepumpen im vergangenen Herbst geliefert wurden. Das Warmwasser durchfließt alle Wärmepumpen der Reihe nach und wird dabei immer weiter erhitzt, bis es nach der letzten Wärmepumpe die nötige Vorlauftemperatur von rund 75 bis 80 Grad Celsius erreicht hat.

Mit Fertigstellung des Gesamtprojekts werden künftig etwa 15 Prozent des Fernwärmebedarfs der Landeshauptstadt durch die Nutzung der erneuerbaren Erdwärme abgedeckt.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
+49 (0) 8152 9311 28
eMail
facebook
© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 28.04.2023, 14:35 Uhr

Mehr zum Thema