Quelle: Shutterstock / Wojciech Wrzesien
ERDGASHANDEL:
RWE schließt 20-Jahresvertrag für LNG aus USA
RWE will LNG ab 2030 langfristig verfügbar machen. Der Konzern sichert sich dafür 1 Million Tonnen pro Jahr aus dem geplanten Terminal in Brownsville im US-Bundesstaat Texas.
Über seine Handelstochter – die RWE Supply & Trading – hat der Essener Energiekonzern einen langfristigen Vertrag über die
Abnahme von Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) abgeschlossen. Vertragspartner ist Texas LNG Brownsville LLC, die zur
Glenfarne Group, LLC gehört. Glenfarne entwickelt nach eigenen Angaben Energieinfrastruktur in den USA.
Der Abnahmevertrag läuft, wie RWE am 15. Januar in einer Mitteilung bekannt gab, über 20 Jahre und umfasst 1 Million Tonnen LNG pro Jahr. RWE geht von einem Volumen von rund 13 Schiffsladungen jährlich aus. Das entspricht eigenen Berechnungen zufolge etwa 1,4 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr.
Das LNG soll, wie es weiter aus Essen heißt, aus dem Projekt „Texas LNG“ kommen. Dabei handelt es sich um ein Exportterminal, das Glenfarne im Hafen von Brownsville in Texas plant. Brownsville liegt am Golf von Mexiko. RWE kann die vertraglich zugesicherten Mengen laut Mitteilung flexibel nach Europa oder an andere Standorte weltweit verschiffen. Mit dem Beginn der Lieferungen rechnet RWE ab dem Jahr 2030. Dann soll das Terminal voraussichtlich in Betrieb gehen.
Jacob Meins, Chief Commercial Officer Origination bei RWE Supply & Trading, unterstreicht die Bedeutung des getroffenen Vertrages: „Durch die Sicherung von einer Million Tonnen LNG pro Jahr für unser internationales Portfolio stärken wir unsere globale Position als auch die Versorgungssicherheit Europas.“
Finale Investitionsentscheidung für Brownsville steht noch aus
Glenfarne sieht den Vertragsabschluss als nächsten Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Terminals in Brownsville. Vlad Bluzer, Partner bei der Glenfarne Group und Co-Präsident von Texas LNG, kündigte laut Mitteilung an, das Unternehmen wolle nun die Finanzierung finalisieren. Eine finale Investitionsentscheidung erwartet Glenfarne „Anfang 2026“.
RWE verweist außerdem auf Emissionsangaben rund um das Terminal. Texas LNG setze bei der LNG-Herstellung auf elektrische Antriebe und zähle damit zu den weltweit emissionsärmsten LNG-Terminals, heißt es in der Darstellung von RWE. Zudem enthalte der Liefervertrag ein Konzept zur Überwachung, Berichterstattung und Verifizierung von Treibhausgasemissionen entlang der Lieferkette – von der Förderung bis zur Verladung. Beide Unternehmen wollen damit Emissionen entlang der gesamten LNG-Wertschöpfungskette reduzieren.
Der jetzt vereinbarte Vertrag ist der zweite langfristige Deal von RWE zu LNG-Lieferungen aus den USA. Bereits 2022 hatte der Energiekonzern einen 15-jährigen Liefervertrag mit Sempra Infrastructure abgeschlossen – über rund 2,25 Millionen Tonnen LNG pro Jahr. Diese Mengen sollen aus dem LNG-Terminal Port Arthur in Texas kommen. Dieses Terminal soll voraussichtlich 2027 den Betrieb aufnehmen.
Der Abnahmevertrag läuft, wie RWE am 15. Januar in einer Mitteilung bekannt gab, über 20 Jahre und umfasst 1 Million Tonnen LNG pro Jahr. RWE geht von einem Volumen von rund 13 Schiffsladungen jährlich aus. Das entspricht eigenen Berechnungen zufolge etwa 1,4 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr.
Das LNG soll, wie es weiter aus Essen heißt, aus dem Projekt „Texas LNG“ kommen. Dabei handelt es sich um ein Exportterminal, das Glenfarne im Hafen von Brownsville in Texas plant. Brownsville liegt am Golf von Mexiko. RWE kann die vertraglich zugesicherten Mengen laut Mitteilung flexibel nach Europa oder an andere Standorte weltweit verschiffen. Mit dem Beginn der Lieferungen rechnet RWE ab dem Jahr 2030. Dann soll das Terminal voraussichtlich in Betrieb gehen.
Jacob Meins, Chief Commercial Officer Origination bei RWE Supply & Trading, unterstreicht die Bedeutung des getroffenen Vertrages: „Durch die Sicherung von einer Million Tonnen LNG pro Jahr für unser internationales Portfolio stärken wir unsere globale Position als auch die Versorgungssicherheit Europas.“
Finale Investitionsentscheidung für Brownsville steht noch aus
Glenfarne sieht den Vertragsabschluss als nächsten Schritt auf dem Weg zur Realisierung des Terminals in Brownsville. Vlad Bluzer, Partner bei der Glenfarne Group und Co-Präsident von Texas LNG, kündigte laut Mitteilung an, das Unternehmen wolle nun die Finanzierung finalisieren. Eine finale Investitionsentscheidung erwartet Glenfarne „Anfang 2026“.
RWE verweist außerdem auf Emissionsangaben rund um das Terminal. Texas LNG setze bei der LNG-Herstellung auf elektrische Antriebe und zähle damit zu den weltweit emissionsärmsten LNG-Terminals, heißt es in der Darstellung von RWE. Zudem enthalte der Liefervertrag ein Konzept zur Überwachung, Berichterstattung und Verifizierung von Treibhausgasemissionen entlang der Lieferkette – von der Förderung bis zur Verladung. Beide Unternehmen wollen damit Emissionen entlang der gesamten LNG-Wertschöpfungskette reduzieren.
Der jetzt vereinbarte Vertrag ist der zweite langfristige Deal von RWE zu LNG-Lieferungen aus den USA. Bereits 2022 hatte der Energiekonzern einen 15-jährigen Liefervertrag mit Sempra Infrastructure abgeschlossen – über rund 2,25 Millionen Tonnen LNG pro Jahr. Diese Mengen sollen aus dem LNG-Terminal Port Arthur in Texas kommen. Dieses Terminal soll voraussichtlich 2027 den Betrieb aufnehmen.
© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 16.01.2026, 15:58 Uhr
Freitag, 16.01.2026, 15:58 Uhr
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Gas sehr fest vor dem Wochenende