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Enerige & Management > Stromspeicher - RWE errichtet Batteriespeicher mit 600 MW
Von links: Marc Herter (OB der Stadt Hamm) und Nikolaus Valerius (CEO RWE Generation). Quelle: RWE
STROMSPEICHER:
RWE errichtet Batteriespeicher mit 600 MW
In Hamm errichtet RWE drei neue Batterieparks mit einer Gesamtleistung von rund 600 MW und einer Kapazität von 1,2 Millionen kWh.
 
Auf dem Gelände des stillgelegten Steinkohlekraftwerks Westfalen in Hamm-Uentrop (Nordrhein-Westfalen) wird die Batterie gebaut, teilte das Unternehmen mit. Die Anlagen können bei Betrieb ihre Maximalleistung jeweils zwei Stunden lang erbringen.

Zusammen mit dem im Februar in Betrieb genommenen Batteriespeicher verfügt der Standort damit künftig über eine Speicherkapazität von 1,35 Millionen kWh. „Damit könnte man rechnerisch mehr als 23.000 durchschnittliche E-Autos laden“, so RWE.

Die drei geplanten Batteriefelder werden eine Fläche von mehr als sechs Hektar abdecken. In 316 Überseecontainern installiert RWE mehr als 25.000 Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien. Erste bauvorbereitende Maßnahmen sind bereits angelaufen. Die neuen Batterieanlagen sollen zwischen 2026 und 2028 in Betrieb gehen. RWE investiert für den Bau einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Die Batteriespeicher werden unter anderem Regelenergie bereitstellen. Darüber hinaus sind die Anlagen für die Bereitstellung neuer Netzdienstleistungen ausgelegt. Durch die Verwendung moderner Regeltechnik und schneller Wechselrichter können die Batteriespeicher innerhalb von Millisekunden Reserveleistung in Form von Momentanreserve bereitstellen.

Momentanreserve, auch als Inertia bezeichnet, wurde bislang vor allem durch die rotierenden Massen von Turbinen in konventionellen Kraftwerken wie Kohlekraftwerken bereitgestellt. Da erneuerbare Energien zunehmend konventionelle Erzeugungsanlagen ersetzen, nimmt die Anzahl der rotierenden Generatoren ab. „Batteriespeicher können diesen Verlust an Momentanreserve ausgleichen.“

RWE betreibt nach eigenen Angaben derzeit Batteriespeichersysteme in den USA, Europa und Australien mit einer Gesamtleistung von rund 1.200 MW.
 

Stefan Sagmeister
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