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Enerige & Management > IT - Rolls-Royce startet weltweites Remote Monitoring
Das neue Rolls-Royce Remote Monitoring Center. Quelle: Rolls-Royce
IT:
Rolls-Royce startet weltweites Remote Monitoring
Rolls-Royce hat ein neues Remote Monitoring Center (RMC) für Antriebssysteme und für Energieanlagen in Italien in Betrieb genommen. Es ist Teil eines größeren Servicekonzepts.
 
Rolls-Royce Power Systems erweitert seinen datenbasierten Service für MTU-Antriebssysteme und Energieanlagen. Im italienischen Arcola hat das Unternehmen ein Remote Monitoring Center (RMC) eröffnet. Dort analysieren Servicemitarbeiter Betriebsdaten angeschlossener Anlagen und Flotten, teilte das Unternehmen am 23. September mit.

„Mit Remote Monitoring entwickeln wir unseren Kundenservice von einer reinen Unterstützung bei konkreten Anliegen hin zu einer kontinuierlichen Begleitung unserer Kunden weiter. Die Analyse von Betriebsdaten schafft Transparenz, hilft dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und ermöglicht eine bessere Planung von Wartungsmaßnahmen“, erklärt Andreas Görtz, Präsident Business Unit Mobile & Sustainable bei Rolls-Royce Power Systems.

Stellen die Mitarbeiter Abweichungen fest, sollen sie gemeinsam mit den Betreibern Maßnahmen ableiten. Dazu zählen Anpassungen im Anlagenbetrieb und die Planung von Wartungsarbeiten. Bei Bedarf kann das RMC außerdem die Bereitstellung von Ersatzteilen oder den Einsatz von Servicetechnikern koordinieren.

Rolls-Royce will damit den Service stärker auf eine laufende Zustandsbeobachtung ausrichten. Die Betriebsdaten sollen Hinweise liefern, bevor sich Veränderungen zu Störungen entwickeln. Zugleich sollen die Daten eine vorausschauendere Planung von Wartungsmaßnahmen ermöglichen.

Das Unternehmen verbindet dafür die Ferndiagnose mit seinem bestehenden Servicenetz. Die regionalen Monitoring-Zentren sollen Kunden und Anlagen in ihrem jeweiligen Gebiet betreuen und bei komplexeren Fällen weitere Spezialisten hinzuziehen. Rolls-Royce verspricht sich davon kürzere Reaktionszeiten und eine höhere Verfügbarkeit der angeschlossenen Systeme.

Arcola als Ausgangspunkt für weltweites Netz

Das RMC in Arcola bildet nach Angaben des Unternehmens den Ausgangspunkt für den weltweiten Ausbau des Konzepts. Rolls-Royce betreibt bereits Remote Monitoring in Berlin, das bislang auf Batteriespeichersysteme und Microgrids ausgerichtet ist. Mit dem Standort in Italien weitet der Konzern den Ansatz nun auf weitere MTU-Anwendungen aus.

In Arcola überwachen Mitarbeitende laut der Unternehmensmitteilung derzeit angeschlossene Flotten und Anlagen. Zu den ersten Kunden gehören die italienische Fährgesellschaft Liberty Lines und die Werft Overmarine. Auch mit der italienischen Guardia di Finanza will Rolls-Royce die digitale Anbindung weiterer MTU-Systeme und deren Überwachung ausbauen.

Das Unternehmen plant neben den regionalen Remote Monitoring Centern weitere Remote Monitoring Hubs. Diese sollen Daten über einzelne Regionen und Anlagen hinaus auswerten, Trendanalysen erstellen und die regionalen Zentren bei komplexeren Fragestellungen unterstützen. (hr)

 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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