
Zusammen mit dem Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart sowie Dialogik, Gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations- und Kooperationsforschung mbH – und natürlich mit der Stadt Reutlingen – wurde das Vorhaben jetzt gestartet. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird als Reallabor zur Energiewende vom baden-württembergischen Wissenschaftsministerium gefördert.
„Klimaschutz ist eines der zentralen Themen unserer Zeit. Die Reallabore ‚Made in BW‘ tragen hierzu als Schnittstelle zwischen
Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mit ihren Projekten einen entscheidenden Teil bei“, sagte die baden-württembergische
Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne). Mit dem Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2040 leiste die Hochschule
Reutlingen zusammen mit dem Konzern Stadt Reutlingen einen wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen Zukunft. Im geplanten
„Klima-RT-LAB“ werde nun der dafür erforderliche Transformationsprozess erforscht, begleitet und unterstützt.
„Die Stadt Reutlingen verstärkt ihre Anstrengungen im Transformationsprozess hin zur Klimaneutralität“, so Reutlingens Oberbürgermeister
Thomas Keck. Er spricht damit nicht nur für die Stadtverwaltung, sondern auch für die städtischen Beteiligungen.
Zu den bisher identifizierten Maßnahmen, die genauer untersucht werden sollen, gehören eine städtische Strom-Gemeinschaft
mit möglichen Photovoltaik-, Wasserstoff- und Klein-BHKW-Anwendungen, die Unterstützung der Wärmeversorgung hin zu mehr erneuerbaren
Energien, Abwärmenutzung und Energiesparen, die Optimierung der städtischen Gebäude und Infrastruktur, mehr Innovation und
ein verändertes Nutzerverhalten im Fuhrpark sowie ein energie- und ressourceneffizientes Verhalten und Handeln in der Verwaltung
und in allen Betrieben.
Partizipation soll im Reallabor großgeschrieben werden: „Reallabor-Forschung heißt, transdisziplinär zu arbeiten – also Forschung
mit Praxis gemeinsam“, so die Vizepräsidentin Forschung der Hochschule Reutlingen, Prof. Petra Kluger.
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Mittwoch, 03.03.2021, 11:32 Uhr