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Quelle: Fotolia / Kurhan
BILANZ:
PNE liegt mit Ergebnis über den Erwartungen
Von einem erfolgreichen Geschäftsjahr und einer Rekord-Projektpipeline berichtet der Windpark-Projektierer PNE. Auch mit dem Start ins laufende Jahr ist man in Cuxhaven zufrieden.
 
Die Gesamtleistung lag nach Angaben der PNE AG bei 243,3 Millionen Euro (Vorjahr: 252,0 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich auf 35,4 Millionen Euro (32,7 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis (Ebit) betrug 6,2 Millionen Euro (9,3 Millionen Euro). Damit wurde, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt, die Guidance für das Konzern-Ebitda in Höhe von 20 bis 30 Millionen Euro deutlich übertroffen und lag auch in der erhöhten Spanne im oberen Bereich. Den Bericht für das Geschäftsjahr 2022 hat PNE am 29. März veröffentlicht.

Darüber hinaus sei man dem strategischen Ziel, dem Aufbau eines großen Eigenbetriebsportfolios an Windparks und Photovoltaik-Anlagen, einen großen Schritt nähergekommen, erklärte Vorstandsvorsitzender Markus Lesser. Zudem habe man die Projektpipeline auf eine Rekordhöhe gesteigert und die Weichen auf weiteres Wachstum gestellt.

Projektpipeline erreicht neuen Rekord

Nach der Fertigstellung und Übernahme weiterer Windparks hat sich, so PNE, die Nennleistung der im Eigenbetrieb befindlichen Windparks von 233,2 MW auf 318,9 MW Ende 2022 erhöht. Die eigenen Windparks erzeugten 509 Millionen kWh sauberen Strom im Jahr 2022 (Vorjahr: 295 Millionen kWh). Weitere für den Eigenbetrieb vorgesehene Windparks mit einer Leistung von 89 MW sind im Bau. Geplant sind 1.500 MW bis Ende 2027.

Mit dem Aufbau des Windparkportfolios im Eigenbesitz habe die PNE-Gruppe „stille Reserven“, wie es in dem Bericht des Unternehmens weiter heißt, geschaffen, die man nicht sofort erkennen könne. Aufgrund der Investitionen in eigene Projekte seien auf Konzernebene bis Ende 2022 insgesamt 177,1 Millionen Euro, davon 42,5 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2022 (Vorjahr: 53,0 Millionen Euro), an Gewinnen vor Steuern eliminiert worden.

Die Projektpipeline, also der Bestand von Projekten in der Entwicklung, wurde weiter ausgebaut und auf ein Rekordniveau mit einer Nennleistung von insgesamt 11.883 MW gesteigert. Es entfielen dabei auf Windparkprojekte an Land 7.587 MW (Vorjahr: 5.706 MW) und auf Photovoltaik-Projekte 4.296 MW (1.210 MW).

US-Geschäft steht auf dem Prüfstand

Auch bei den Dienstleistungen rund um Windenergieanlagen gab es eine positive Entwicklung: Die Nennleistung der betreuten Windparks stieg auf mehr als 2.500 MW. Das ist ein Wachstum von rund 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wird aktuell der Verkauf des US-Geschäfts geprüft. Hintergrund seien sehr hohe Garantien und Sicherheitsleistungen, die dort hinterlegt werden müssten.

Markus Lesser: „Wir haben den Schwung aus dem vergangenen Geschäftsjahr mitgenommen und konnten vor allem beim weiteren Ausbau unseres Eigenbetriebs-Portfolios weitere Erfolge erzielen. So haben wir alle Windparks, die wir im Februar in Deutschland in der Ausschreibung hatten, erfolgreich durchgebracht.“

In Frankreich komme die Gruppe beim Ausbau für den Eigenbetrieb ebenfalls voran. Insgesamt sind in Deutschland und Frankreich nun rund 207 MW für den Eigenbetrieb in Bau oder durch die Ausschreibung. „In Deutschland erhielten wir im ersten Quartal dieses Jahres zudem die Genehmigungen für die Windparks „Heidmoor“ (36 MW) und „Bebensee“ (18,6 MW). Allerdings ist das Marktumfeld weiterhin anspruchsvoll“, so Lesser.

In den kommenden Jahren möchte die PNE-Gruppe das Eigenbestandsportfolio kontinuierlich erweitern und zunehmend zu einem unabhängigen Stromerzeuger (IPP) werden. Zugleich will man die Erweiterung von Services, Technologien und Märkten vorantreiben. Lesser rechnet für das Geschäftsjahres 2023 mit einem Ebitda im Konzern in Höhe von 30 bis 40 Millionen Euro.

Kennzahlen PNE
  2022 2021
Gesamtleistung in Mio. Euro 243,3 252,0
Ebitda in Mio. Euro 35,4 32,7
Ebit in Mio. Euro 6,2 9,3
Windparks im Eigenbetrieb 318,9 MW 233,2 MW
Quelle: PNE
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Mittwoch, 29.03.2023, 14:53 Uhr

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