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Enerige & Management > Wärmewende - Osnabrück vernetzt Stadtwerk und Handwerk
Quelle: Shutterstock / Dagmara_K
WÄRMEWENDE:
Osnabrück vernetzt Stadtwerk und Handwerk
Die Wärmewende verlangt neue Strukturen vor Ort. In Osnabrück verknüpft ein Zentrum Kommunale Wärmeplanung mit Beratung und Umsetzung durch Stadt, Stadtwerk und Handwerk.
 
Die Stadt Osnabrück in Niedersachsen hat gemeinsam mit den Stadtwerken Osnabrück, dem kommunalen Energieversorger der Stadt, sowie der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim ein Energie- und Wärmeinformationszentrum eröffnet. Der neue Standort an der Bierstraße soll Energieberatungsangebote unter einem Dach bündeln.

Das Angebot richtet sich laut Mitteilung der Stadtwerke Osnabrück in erster Linie an Immobilieneigentümer. Gleichzeitig schafft das Zentrum eine Schnittstelle zwischen kommunaler Planung, Energieversorger und Handwerk. Die beteiligten Institutionen wollen damit technische Optionen, regulatorische Anforderungen und praktische Umsetzung enger miteinander verzahnen.

Die Beratung soll auf den Daten der Kommunalen Wärmeplanung basieren und daraus konkrete Maßnahmen für Gebäude ableiten. So soll die strategische Planung in konkrete Projekte überführt werden. Die Partner wollen die Beratung entlang dreier Themenfelder strukturieren: energetische Gebäudesanierung, Einsatz erneuerbarer Energien und Perspektiven der Wärmewende. Fachleute sollen vor Ort Maßnahmen wie Dämmung, Heizsysteme oder Photovoltaik erklären und diese den jeweiligen Gebäudetypen zuordnen.

Ein Showroom ergänzt das Angebot. Dort wollen die Beteiligten technische Lösungen anschaulich darstellen. Zusätzlich planen sie regelmäßige Informationsveranstaltungen zu Förderprogrammen, Gebäudetechnik und Heizlösungen.

Kooperation als Blaupause

Die Bündelung von Stadt, Energieversorger und Handwerk schafft abgestimmte Prozesse und kurze Wege. Energiefragen zählten zu den zentralen Herausforderungen zählen und erforderten eine koordinierte Herangehensweise, wird Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU) zitiert.

Das Zentrum öffnet an drei Tagen pro Woche und bietet darüber hinaus individuelle Beratungstermine an. Die Partner wollen die Beratung damit enger an konkrete Vorhaben koppeln und die Umsetzung begleiten.

Aus Sicht der Stadtwerke zeigt das Modell, wie sich kommunale Energiepolitik, operative Umsetzung und handwerkliche Expertise institutionell verknüpfen lassen. Für andere Stadtwerke könne der Ansatz als Orientierung dienen, um eigene Strukturen stärker an der Kommunalen Wärmeplanung auszurichten und lokale Akteure einzubinden, heißt es.
 

Davina Spohn
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