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UNTERNEHMEN:
Osnabrück folgt dem Trend
Der Versorger aus Niedersachsen senkt die Strompreise. Trotzdem kann es für einige Kunden teurer werden.
 
Zum 1. April senken die Stadtwerke Osnabrück die Strompreise in der Grundversorgung für Haushalts- und Gewerbekunden. Ein Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500 kWh spart nach Unternehmensangaben rund 70 Euro brutto pro Jahr. Das entspricht einer Entlastung von rund sechs Prozent.

Konkret sinkt zum 1. April der Arbeitspreis. Der Grundpreis steigt dagegen leicht, was die Stadtwerke mit nachhaltig höheren Netzkosten begründen. Profitieren sollen vor allem Kunden mit mittlerem und höherem Verbrauch. Für einzelne Kleinverbraucher, etwa bei Garagen oder Außenbeleuchtungen, können durch den höheren Grundpreis auch höherer Endrechnungen anfallen.

Für Haushalte mit einem Jahresverbrauch bis 4.163 kWh beträgt der Arbeitspreis ab 1. April brutto 34,87 Cent pro kWh. Der Grundpreis liegt bei brutto 13,09 Euro pro Monat. Bis zum 31. März lag der Arbeitspreis brutto bei 38,79 Cent pro kWh, der Grundpreis bei 10,71 Euro pro Monat.

Die letzte Anpassung der Strom-Grundversorgungstarife erfolgte zum 1. August 2022. In den vergangenen Jahren seien Netzentgelte und Umlagen kontinuierlich gestiegen. Die nun gesunkenen Einkaufspreise eröffneten Spielraum für eine Tarifsenkung. Als kommunaler Grundversorger setze man auf Kontinuität und Planungssicherheit für Kunden, so Stadtwerke-Energiechef Jan-Hendrik Funke.

Bundesweit melden nach Angaben des Vergleichsportals Verivox in den Monaten Februar, März und April 101 regionale Grundversorger Preissenkungen. Im Durchschnitt betragen diese laut Verivox rund 15 Prozent. Bereits zum Jahreswechsel hatte etwa die Hälfte der insgesamt 780 Strom-Grundversorger ihre Preise im Schnitt um 9 Prozent reduziert.
 
 
 

Stefan Sagmeister
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