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Enerige & Management > Windkraft - Orsted schließt Teilverkauf von Hornsea 3 ab
Quelle: Georg Eble
WINDKRAFT:
Orsted schließt Teilverkauf von Hornsea 3 ab
Der dänische Energiekonzern Orsted hat die Hälfte des 2.900 MW starken Offshore-Windparks Hornsea 3 an einen Investor verkauft.
 
Orsted hat den Teilverkauf des Offshore-Windparks Hornsea 3 abgeschlossen. Das Unternehmen veräußert 50 Prozent der Anteile an dem Projekt an einen von Apollo verwalteten Fonds, wie Orsted am 30. Dezember mitteilte. Apollo ist ein international tätiger Vermögensverwalter mit Hauptsitz in New York und Fokus auf alternative Investments.

Hornsea 3 liegt rund 160 Kilometer vor der Küste von Yorkshire im Norden Englands. Der Windpark verfügt über eine installierte Leistung von 2.900 MW. Der Gesamtwert der Transaktion beläuft sich auf rund 39 Milliarden dänische Kronen, entsprechend rund 5,2 Milliarden Euro. Das gesamte Projektinvestitionsvolumen bleibt bei etwa 70 bis 75 Milliarden dänische Kronen, was rund 9,4 bis 10,1 Milliarden Euro entspricht.

Die Transaktion umfasst den Erwerb eines 50-prozentigen Eigenkapitalanteils sowie die Verpflichtung des Investors, 50 Prozent der Zahlungen aus dem EPC-Vertrag zu übernehmen. EPC steht dabei für Engineering, Procurement and Construction. Ein EPC-Vertrag bezeichnet ein Vertragsmodell, bei dem der Auftragnehmer die vollständige Verantwortung für Planung, Beschaffung und Bau eines Projekts übernimmt. Für den Auftraggeber werden damit Kosten-, Termin- und Umsetzungsrisiken gebündelt.

Im Fall von Hornsea 3 übernimmt Orsted diese Rolle und errichtet den Windpark schlüsselfertig, einschließlich der Offshore-Netzanbindung. Darüber hinaus erbringt Orsted langfristige Betriebs- und Wartungsleistungen sowie Ausgleichsenergie- und Vermarktungsdienstleistungen für den erzeugten Strom. Diese Leistungen erfolgen vom bestehenden Betriebsstandort an der britischen Ostküste aus.

Mit der Inbetriebnahme von Hornsea 3 wird die Hornsea-Zone von Orsted, bestehend aus Hornsea 1, 2 und 3, eine installierte Gesamtleistung von mehr als 5.000 MW erreichen. Damit entsteht die weltweit größte betriebene Offshore-Windzone.
 

Stefan Sagmeister
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