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Enerige & Management > Wasserstoff - Österreich: OMV errichtet 140-MW-Elektrolyseur
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WASSERSTOFF:
Österreich: OMV errichtet 140-MW-Elektrolyseur
Die Anlage trägt zur Dekarbonisierung der Kraftstoffproduktion des Konzerns bei. Sie ist die bislang leistungsstärkste in Österreich und eine der fünf leistungsstärksten in Europa. 
 
 
Den mit 140 MW bislang leistungsstärksten Elektrolyseur Österreichs zur Erzeugung von „grünem“ Wasserstoff errichtet der Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV in Bruck an der Leitha etwa 40 Kilometer südöstlich von Wien. Laut einer Aussendung soll die Anlage, die zu den fünf leistungsstärksten Europas gehört, einen „dreistelligen Millionen-Euro-Betrag“ kosten und Ende 2027 in Betrieb gehen.

Die Anlage ist darauf ausgelegt, jährlich bis zu 23.000 Tonnen „grünen“ Wasserstoffs zu erzeugen. Dieser dient als Beitrag zur Dekarbonisierung der Kraftstoffproduktion der OMV. Der Spatenstich erfolgte am 29. September. Bei Kraftstoffen auf Basis von Wasserstoff konzentriert sich die OMV auf „Sustainable Aviation Fuels“ (SAF), die aufgrund von EU-Vorgaben seit diesem Jahr konventionellem Kerosin beigemischt werden müssen. Im Straßenverkehr erachtet sie „E-Fuels“ dagegen lediglich als Nischenprodukte. 

Siemens Energy hat Auftrag erhalten 

Errichtet wird ferner eine etwa 22 Kilometer lange Pipeline zum Transport des Wasserstoffs zur Raffinerie Schwechat der OMV, die sich rund 20 Kilometer südöstlich Wiens befindet. Die gewerberechtliche Genehmigung sowie die Baugenehmigung für die Leitung liegen vor. Nach Angaben der OMV können die CO2-Emissionen der Raffinerie durch den „grünen“ Wasserstoff aus Bruck um etwa 150.000 Tonnen pro Jahr verringert werden. Das entspreche „rund 10 Prozent der derzeitigen direkten, produktionsbedingten Emissionen der Raffinerie“. 

Wie die OMV mitteilte, wurde das Projekt von der Europäischen Wasserstoffbank hinsichtlich einer möglichen Förderung positiv beurteilt. Eine Unterstützung in nicht genannter Höhe beantragte die OMV bei der staatlichen Austria Wirtschaftsservice GmbH (AWS), der Fördervertrag wird zurzeit finalisiert.

Mit der Errichtung der Anlage beauftragte die OMV ein Konsortium unter Leitung der Siemens Energy. Diese kümmert sich um die übergeordnete Planung. Ferner liefert und installiert sie den Elektrolyseur sowie die für dessen Betrieb nötigen elektrischen Anlagen. Die Errichtung der Gebäude sowie die erforderlichen Erdarbeiten besorgt der Baukonzern Strabag. 
 

Klaus Fischer
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Dienstag, 30.09.2025, 12:20 Uhr

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