• Gas und CO2 steigen trotz schwächerem Öl
  • Reguliertes Energy Sharing startet in Deutschland
  • Interimsgeschäftsführer in Waldshut-Tiengen
  • Total Energies reserviert H2-Kapazitäten
  • Bundesnetzagentur startet Juli-Ausschreibung für Solaranlagen
  • 400 Millionen Euro für Kölns Stadtwerke-Konzern
  • Windbranche fordert Kurskorrektur vom Bund
  • Bedarfsplan im Bundestag favorisiert Freileitungen
  • Antragsstau bei Förderbescheiden auflösen
  • Regierung will Strompreise für Endkunden dämpfen
Enerige & Management > Geothermie - NRW baut Förderung für Geothermie-Projekte aus
Quelle: Fotolia / vege
GEOTHERMIE:
NRW baut Förderung für Geothermie-Projekte aus
Um Geothermie-Projekte in Nordrhein-Westfalen zu fördern, unterstützt die Landesregierung jetzt auch Erkundungsbohrungen und sichert Fündigkeitsrisiken anteilig ab.
 
Nordrhein-Westfalen will Geothermie-Projekte stärker fördern und unterstützt künftig auch Erkundungsbohrungen. Zudem wird die Absicherung des Risikos für Produktionsbohrungen ausgeweitet. Wird zum Beispiel nicht genug heißes Wasser in der Tiefe gefunden, übernimmt das Land bis zu 60 Prozent der Kosten, teilte NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Grüne) mit. Die Ministerin nutzte den Besuch einer vor kurzem angekündigten Forschungsbohrung in Krefeld (wir berichteten), um das neue Förderpaket vorzustellen. Für eine Umstellung auf „klimafreundliche Wärme“ spielt Geothermie aus ihrer Sicht eine Schlüsselrolle.

„Für die nachhaltige, sichere und bezahlbare Wärmeversorgung der Zukunft heben wir den Schatz unter unseren Füßen – das wird hier bei der Erdwärme-Erkundung in Krefeld deutlich“, sagte Neubaur. Mit der verbesserten Förderung bekämen Kommunen und Versorger „Rückenwind, um jetzt in sichere und bezahlbare Wärme aus der Region zu investieren.“

Konkret verstärkt Nordrhein-Westfalen nach den Angaben die Förderung für Erkundungsbohrungen, erhöht die Risikoabsicherung und stockt Finanzprogramme auf. In vielen Regionen des Bundeslandes gilt der Untergrund grundsätzlich für die Gewinnung von Erdwärme als geeignet. Um dies neben seismischen Messungen noch präziser mit Bohrungen zu erkunden, können Unternehmen künftig Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent der Kosten für Erkundungsbohrungen erhalten. Maximale Förderung: 8 Millionen Euro. Gleichzeitig wird die Risikoabsicherung verbessert, indem das Land das „Fündigkeitsrisiko“ der ersten Bohrung deckt. Maximale Absicherung: 10 Millionen Euro.

Parallel hierzu stellt die NRW-Landesregierung 40 Millionen Euro über einen Fonds der „NRW.BANK“ für das Förderprogramm „progres.nrw – Risikoabsicherung hydrothermale Geothermie“ zur Verfügung. Damit werden die im Rahmen des Masterplans Geothermie zur Verfügung gestellten Mittel verdoppelt.
 

Hans-Willy Bein
© 2026 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 03.04.2025, 17:28 Uhr

Mehr zum Thema