• Gaspreise schwanken auf hohem Niveau
  • DUH: Unternehmen unterlaufen Methanverordnung
  • Stadtwerke Norderstedt vergeben höchstdotierten Job neu
  • Batteriespeicher für Bremer Stahlwerk
  • Startschuss zum Bau der Schwarzmeergasleitung in Rumänien
  • Neuer Chef bei Kreuznacher Stadtwerken übernimmt im August
  • Neuer Schnellladehub am Berliner Hauptbahnhof
  • Neue Milliarden aus EU-Topf fließen nach Deutschland
  • Stromhändler Reel sichert sich 15 Millionen Euro
  • Fusionsstadtwerk an der Weinstraße vor der Gründung
Enerige & Management > Personalie - Neuer Geschäftsführer in Sigmaringen
V.l.n.r.: Falk-Wilhelm Schulz, Peter Oswald, Marcus Ehm, Anton Fetscher. Foto: Stadtwerke Sigmaringen
PERSONALIE:
Neuer Geschäftsführer in Sigmaringen
Das Stadtwerk in Baden-Württemberg bekommt im Sommer einen neuen Verantwortlichen. Interimsgeschäftsführer Falk-Wilhelm Schulz kann nach erfolgreicher Sanierung seinen Posten abgeben.
 
Zum 1. Juli übernimmt Peter Oswald die Geschäftsführung der Stadtwerke Sigmaringen GmbH. Der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Sigmaringens Bürgermeister Marcus Ehm hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für den 53-Jährigen entschieden. Das teilte das Unternehmen mit. 

Der aus Baden-Württemberg stammende Oswald war zuletzt in Potsdam als Bereichsleiter Vertrieb, Kundenservice und Marketing tätig. Dort war er auch Prokurist. 

Interimsgeschäftsführer Falk-Wilhelm Schulz werde damit nach fast zweijähriger Tätigkeit abgelöst, heißt es weiter. „Unter seiner Führung und in enger, vertrauensvoller Kooperation mit der Stadt Sigmaringen wurde die akute Krisensituation der Stadtwerke überwunden und die Sanierung des Unternehmens erfolgreich abgeschlossen.“

Schulz sieht das Unternehmen gut aufgestellt: „Die Transformationsphase, in der es darum ging, die Stadtwerke aus der Krise herauszuführen, ist abgeschlossen. Wir gehen nun wieder in einen stabilen Normalbetrieb über, auch wenn einzelne Themen noch nachwirken werden.“

Die Stadtwerke Sigmaringen haben nach der Energiekrise ein zweistelliges Millionen-Defizit aufgebaut. Für 2023 weist der Versorger einen Verlust von 11,4 Millionen Euro aus, auch für 2024 und 2025 werden noch Belastungen erwartet.

Die Verluste entstanden vor allem durch eine risikoreiche Energiebeschaffung während der Energiekrise. Mengen wurden erst spät und zu sehr hohen Marktpreisen eingekauft, zudem kam es zu Fehlkalkulationen bei Preisen und Energiemengen.

Eine Compliance-Untersuchung sieht Hinweise auf Pflichtverletzungen des damaligen Geschäftsführers (wir berichteten). Er soll Aufsichtsrat und Stadt zu spät informiert haben. Im August 2024 übernahm Interimsgeschäftsführer Falk-Wilhelm Schulz und löste den glücklosen Geschäftsführer Markus Seeger ab.
 

Stefan Sagmeister
Chefredakteur
+49 (0) 8152 9311 33
eMail
facebook
© 2026 Energie & Management GmbH
Montag, 16.03.2026, 15:01 Uhr

Mehr zum Thema