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Enerige & Management > Bilanz - Netzausbau steht in Hamburg im Mittelpunkt
Quelle: Fotolia / Kurhan
BILANZ:
Netzausbau steht in Hamburg im Mittelpunkt
Die Hamburger Energienetze haben 2025 ihre Investitionen deutlich erhöht und führen 130,4 Millionen Euro an die Stadt ab. Im Fokus stehen Stromnetz, Wasserstoff und Digitalisierung.
 
Im Geschäftsjahr 2025 investierte das kommunale Unternehmen 582 Millionen Euro in Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze – ein Plus von rund 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Gewinnabführung an die Hansestadt Hamburg um 21,5 Prozent auf 130,4 Millionen Euro. 

Den Schwerpunkt der Investitionen bildete erneut die Strominfrastruktur. Allein hierfür flossen nach Unternehmensangaben mehr als 400 Millionen Euro in Ausbau und Instandhaltung. Im Jahresverlauf wurden über 255 Kilometer Stromleitungen erneuert sowie mehr als 124 Kilometer neue Kabel verlegt. Damit reagiert der Netzbetreiber auf den steigenden Leistungsbedarf durch Elektromobilität, Wärmepumpen und die fortschreitende Elektrifizierung von Industrie und Wärmeversorgung.

Parallel wächst die Wasserstoffinfrastruktur. Das Industrie-Wasserstoffnetz HH-WIN wurde 2025 um 8,2 Kilometer erweitert. Bis 2027 soll das dann rund 40 Kilometer lange Netz erstmals mit Wasserstoff befüllt werden. Bis 2031 ist ein weiterer Ausbau auf insgesamt 60 Kilometer vorgesehen. Das Projekt gilt als zentraler Baustein für die Dekarbonisierung der Hamburger Industrie.

Digitalisierung soll Versorgungssicherheit sichern

Neben dem physischen Netzausbau investieren die Hamburger Energienetze verstärkt in die Digitalisierung ihrer Infrastruktur. Immer mehr Umspannwerke, Netzstationen und kritische Punkte im Gasnetz werden mit digitaler Leittechnik ausgestattet. Dadurch lassen sich Betriebsmittel in Echtzeit überwachen und im Störungsfall aus der Ferne steuern. Ziel bleibt eine weiterhin hohe Versorgungssicherheit trotz wachsender Anforderungen an die Verteilnetze.

Neu ist zudem die Einführung eines sogenannten Repartierungsverfahrens für größere Netzanschlüsse. Im Rahmen des Projekts „Fair Grid“ sollen künftig verfügbare Leistungskapazitäten diskriminierungsfrei vergeben werden. Bereits genehmigte Anschlüsse mit einer Gesamtleistung von rund 400 MW werden in den kommenden Jahren umgesetzt. 

Fusion schafft größere Handlungsspielräume

Auch organisatorisch stand 2025 im Zeichen des Umbaus. Nach der zum 1. Januar 2026 vollzogenen Fusion von Stromnetz Hamburg und Gasnetz Hamburg arbeiten Strom-, Gas- und Wasserstoffgeschäft nun unter dem Dach der Hamburger Energienetze zusammen. Nach Angaben des Unternehmens wurden die wesentlichen Geschäftsprozesse bereits vereinheitlicht. Interne Mitarbeiterbefragungen bescheinigen der Integration einen positiven Verlauf.

Mit rund 2.300 Beschäftigten sieht sich das Unternehmen für die kommenden Investitionsprogramme gut aufgestellt. Angesichts der verschärften Hamburger Klimaziele rechnen die Hamburger Energienetze in den nächsten Jahren mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Investitionen. Neben dem Ausbau der Netzinfrastruktur stehen dabei auch zusätzliche Flächen für neue Anlagen, der Aufbau von Fachpersonal sowie die Finanzierung der Transformation im Mittelpunkt. (gd)

Kennzahlen Hamburger Energienetze (in Millionen Euro)
  2025 2024 Veränderung 
Umsatzerlöse 1.658 1.482 +11,9 %
Ergebnis nach Steuern 132 110 +19,1 %
Investitionen  582 441 +32 %
Quelle: Hamburger Energienetze
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Donnerstag, 09.07.2026, 13:42 Uhr

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