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STROM :
Netzagentur untersucht hohe Strompreise
Nach dem massiven Preisanstieg an der Strombörse geht die Bundesnetzagentur Hinweisen auf missbräuchliches Verhalten nach.
 
Entsprechende Hinweise prüfe man, sagte Behördenchef Klaus Müller der Süddeutschen Zeitung. „Wenn es Anhaltspunkte dafür geben sollte, würden wir weitere Ermittlungen einleiten.“ Wegen einer sogenannten Dunkelflaute waren die Preise in den vergangenen Tagen emporgeschnellt, für den 12. Dezember erreichten sie in der Spitze 936 Euro/MWh. Grund war vor allem die sehr geringe Einspeisung von Windstrom.

Auch der Thinktank Agora Energiewende verweist auf ein ungewöhnliches Geschehen am Markt: So hätten am Donnerstag Kohle- und Gaskraftwerke mit mehr als 8.000 MW Kapazität keinen Strom erzeugt – obwohl sie laut Daten der Strombörse EEX eigentlich verfügbar waren, sagte Philipp Godron, Programmleiter Strom bei Agora. „Und obwohl sich die Erzeugung zu diesen Hochpreiszeiten sehr gelohnt hätte.“ Über die Gründe wolle man nicht spekulieren.

Für die Stromversorgung im Land habe aber zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden, sagte Müller. Die Frage nach drohenden Blackouts könne er „glasklar mit Nein beantworten“. Auf solche Situationen sei das Monitoring der Behörde geeicht.

Erstens werde geprüft, ob Strom über alle Grenzkupplungspunkte fließt, also die technische Netzstruktur funktioniert, sagte Müller. Und zweitens, ob die Versorgung gelingt, also auch über Importe. „Aber natürlich nehmen wir die Ereignisse sehr ernst“, sagte Müller. 
 

Claus-Detlef Grossmann
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Freitag, 13.12.2024, 17:30 Uhr

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