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WASSERSTOFFHOCHLAUF:
Nationaler Wasserstoffrat fordert klare Weichenstellungen
Der Nationale Wasserstoffrat warnt vor Verzögerungen beim Wasserstoffhochlauf. Nötig seien schnellere Genehmigungen, klare regulatorische Rahmen und wirtschaftliche Anreize.
Deutschland könnte beim Aufbau einer wettbewerbsfähigen Wasserstoffwirtschaft ins Hintertreffen geraten. Daran erinnert der
Nationale Wasserstoffrat (NWR), ein beratendes Gremium der Bundesregierung in einer neuen Stellungnahme. Während andere Länder
massive Investitionen tätigen, würde hierzulande der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft ausgebremst − durch langsame Genehmigungsprozesse,
regulatorische Unsicherheiten und hohe Produktionskosten. Die Bundesregierung sei gefordert, entschlossen gegenzusteuern,
um den Anschluss nicht zu verlieren.
„Wasserstoff ist das Rückgrat einer wettbewerbsfähigen und sicheren Energiezukunft. Wer jetzt handelt, führt − wer wartet, verliert“, so Katherina Reiche, Vorsitzende des NWR. Deutschland habe weiterhin das Potenzial, eine führende Rolle in der globalen Wasserstoffwirtschaft zu übernehmen. Dafür brauche es jedoch politische Klarheit, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen und eine Beschleunigung der Umsetzung.

Das Beratungsgremium aus 26 Experten der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sieht vornehmlich fünf zentrale Felder, in der nun schnelles Handeln gefordert sei:
Auch in Forschung und Entwicklung sieht der Rat Handlungsbedarf. Deutschland könne seine Technologieführerschaft im Bereich Wasserstoff nur halten, wenn die industrielle Serienproduktion von Elektrolyseuren und wasserstoffbasierten Anwendungen gezielt unterstützt werde.
Forderung nach politischer Klarheit
Der Nationale Wasserstoffrat appelliert an die Bundesregierung, die genannten Maßnahmen umgehend auf die politische Agenda zu setzen. Die Expertengruppe stehe bereit, den Prozess mit ihrer Fachkompetenz zu begleiten. Als Grundlage verweist der NWR auf seine aktuellen Stellungnahmen sowie auf den gemeinsamen Aktionsplan mit Belgien und den Niederlanden, der kürzlich beschlossen wurde.
Die neunseitige Stellungnahme „Die nächste Phase des Wasserstoffhochlaufs gezielt vorantreiben“ ist auf der Internetseite des Nationalen Wasserstoffrates downloadbar.
„Wasserstoff ist das Rückgrat einer wettbewerbsfähigen und sicheren Energiezukunft. Wer jetzt handelt, führt − wer wartet, verliert“, so Katherina Reiche, Vorsitzende des NWR. Deutschland habe weiterhin das Potenzial, eine führende Rolle in der globalen Wasserstoffwirtschaft zu übernehmen. Dafür brauche es jedoch politische Klarheit, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen und eine Beschleunigung der Umsetzung.

Stellungnahme „Die nächste Phase des Wasserstoffhochlaufs gezielt vorantreiben“
(Zur Vollansicht bitte auf das PDF klicken)
Quelle: Nationaler Wasserstoffrat
(Zur Vollansicht bitte auf das PDF klicken)
Quelle: Nationaler Wasserstoffrat
Das Beratungsgremium aus 26 Experten der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sieht vornehmlich fünf zentrale Felder, in der nun schnelles Handeln gefordert sei:
- Genehmigungsprozesse beschleunigen: Lange Verfahren verzögern Projekte entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette. Ein Wasserstoffbeschleunigungsgesetz könnte verbindliche Fristen setzen und die Planung erleichtern.
- Marktzugang erleichtern: Die Zertifizierung von CO2-armem und grünen Wasserstoff sei aktuell zu kompliziert und praxisfern. Einfachere Regelungen könnten den Investitionswillen erleichtern und den Standort Deutschland stärken.
- Wirtschaftliche Anreize schaffen: Eine stabile Nachfrage sei essenziell für den Markthochlauf. Der NWR fordert eine konsequente Umsetzung des Clean Industrial Deal, steuerliche Anreize und gezielte Förderprogramme.
- Europäische Zusammenarbeit verstärken: Deutschland sollte regulatorische Vorgaben in der EU mitgestalten und den grenzüberschreitenden Handel mit Wasserstoff erleichtern. Ein gemeinsamer Aktionsplan mit Belgien und den Niederlanden sei ein erster Schritt.
- Wasserstoffinfrastruktur gezielt ausbauen: Der Aufbau eines Wasserstoffnetzes, ausreichende Speicherkapazitäten und strategische Importpartnerschaften seien für die Versorgungssicherheit entscheidend. Nationale und europäische Initiativen müssen besser synchronisiert werden.
Auch in Forschung und Entwicklung sieht der Rat Handlungsbedarf. Deutschland könne seine Technologieführerschaft im Bereich Wasserstoff nur halten, wenn die industrielle Serienproduktion von Elektrolyseuren und wasserstoffbasierten Anwendungen gezielt unterstützt werde.
Forderung nach politischer Klarheit
Der Nationale Wasserstoffrat appelliert an die Bundesregierung, die genannten Maßnahmen umgehend auf die politische Agenda zu setzen. Die Expertengruppe stehe bereit, den Prozess mit ihrer Fachkompetenz zu begleiten. Als Grundlage verweist der NWR auf seine aktuellen Stellungnahmen sowie auf den gemeinsamen Aktionsplan mit Belgien und den Niederlanden, der kürzlich beschlossen wurde.
Die neunseitige Stellungnahme „Die nächste Phase des Wasserstoffhochlaufs gezielt vorantreiben“ ist auf der Internetseite des Nationalen Wasserstoffrates downloadbar.

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Dienstag, 18.03.2025, 14:48 Uhr
Dienstag, 18.03.2025, 14:48 Uhr
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