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WÄRMENETZ:
Nahwärme-Ausbau in Neuburg nach Kostenexplosion gestoppt
Der Nahwärmeausbau in Neuburg an der Donau friert ein. Zumindest für das laufende Jahr haben Kommune und Versorger sich einen Ausgabenstopp für diesen Bereich auferlegt.
Es ist eine Schuldenbremse der anderen Art: Durch zu hohe Ausgaben sehen sich Stadt und Stadtwerke Neuburg an der Donau gezwungen,
den weiteren Ausbau des Nahwärmenetzes vorerst zu stoppen. Im Grunde haben die Oberbayern bis Ende 2024 in diesem Bereich
bereits so viel Geld ausgegeben, dass im Etat für 2025 nichts mehr übrig ist.
Die Lage in der Großen Kreisstadt des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen ist erklärungsbedürftig. Und so traten nun am 11. März Oberbürgermeister Bernhard Gmehling (CSU) und Werkleiter Ernst Reng nach einer nicht-öffentlichen Sitzung des örtlichen Werksausschusses gemeinsam vor die Öffentlichkeit, worüber auch die Neuburger Rundschau berichtete.
Tenor: Der bisherige Ausbau des Nahwärmenetzes, das industrielle Abwärme aus dem Ortsteil Grünau nutzt, ist teurer als geplant. Wie teuer, das steht offenbar noch nicht fest. Klar ist allerdings, dass die im Etat für das Jahr 2024 vorgesehenen Mittel in Höhe von 5,3 Millionen Euro nicht ausreichen werden.
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt
Offenbar bei Weitem nicht. Denn die Kosten sind den Verantwortlichen davon galoppiert. Sie gehen davon aus, mindestens 4 Millionen Euro nachschießen zu müssen. Das ist in etwa so viel, wie im 2025er-Haushalt eigentlich für den weiteren Ausbau vorgesehen war (4,3 Millionen Euro). Mit diesem Geld will Neuburg nun offene und noch zu erwartende Rechnungen bezahlen.
Als Gründe für die Fehlkalkulation des vergangenen Jahres nennen Oberbürgermeister und Werkleiter dem Bericht zufolge neben Preissteigerungen auch eine höhere Anzahl von Anschlüssen an das Nahwärmenetz. Die Anbindung der kompletten Innenstadt an das Nahwärmenetz sei damit bereits erfolgt. Insofern sei ein Teil der Mehrausgaben sozusagen im Vorgriff erfolgt und schneller erledigt als vorgesehen.
Allerdings ging der Oberbürgermeister auch mit der Lokalpolitik ins Gericht. Sie habe die Stadtwerke zu diesem schnelleren Vorgehen animiert. Dabei hätten die Verantwortlichen das Budget nicht im Auge behalten. Um Fragen dieser Redaktion zu der Entwicklung zu beantworten, benötige die Kommune noch einige Tage Zeit, erklärte ein Sprecher auf Anfrage.
Weil Millionen-Ausgaben in Neuburg gut überlegt sein wollen und die Stadtwerke als Verbundunternehmen ohnehin über alle Dienste mit mehr als 80 Millionen Euro in der Kreide stehen, zieht die Kommune aus den Vorgängen offenbar eine besondere Lehre. Sie hat eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, die Nahwärme-Strategie noch einmal grundsätzlich zu analysieren.
Die Lage in der Großen Kreisstadt des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen ist erklärungsbedürftig. Und so traten nun am 11. März Oberbürgermeister Bernhard Gmehling (CSU) und Werkleiter Ernst Reng nach einer nicht-öffentlichen Sitzung des örtlichen Werksausschusses gemeinsam vor die Öffentlichkeit, worüber auch die Neuburger Rundschau berichtete.
Tenor: Der bisherige Ausbau des Nahwärmenetzes, das industrielle Abwärme aus dem Ortsteil Grünau nutzt, ist teurer als geplant. Wie teuer, das steht offenbar noch nicht fest. Klar ist allerdings, dass die im Etat für das Jahr 2024 vorgesehenen Mittel in Höhe von 5,3 Millionen Euro nicht ausreichen werden.
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt
Offenbar bei Weitem nicht. Denn die Kosten sind den Verantwortlichen davon galoppiert. Sie gehen davon aus, mindestens 4 Millionen Euro nachschießen zu müssen. Das ist in etwa so viel, wie im 2025er-Haushalt eigentlich für den weiteren Ausbau vorgesehen war (4,3 Millionen Euro). Mit diesem Geld will Neuburg nun offene und noch zu erwartende Rechnungen bezahlen.
Als Gründe für die Fehlkalkulation des vergangenen Jahres nennen Oberbürgermeister und Werkleiter dem Bericht zufolge neben Preissteigerungen auch eine höhere Anzahl von Anschlüssen an das Nahwärmenetz. Die Anbindung der kompletten Innenstadt an das Nahwärmenetz sei damit bereits erfolgt. Insofern sei ein Teil der Mehrausgaben sozusagen im Vorgriff erfolgt und schneller erledigt als vorgesehen.
Allerdings ging der Oberbürgermeister auch mit der Lokalpolitik ins Gericht. Sie habe die Stadtwerke zu diesem schnelleren Vorgehen animiert. Dabei hätten die Verantwortlichen das Budget nicht im Auge behalten. Um Fragen dieser Redaktion zu der Entwicklung zu beantworten, benötige die Kommune noch einige Tage Zeit, erklärte ein Sprecher auf Anfrage.
Weil Millionen-Ausgaben in Neuburg gut überlegt sein wollen und die Stadtwerke als Verbundunternehmen ohnehin über alle Dienste mit mehr als 80 Millionen Euro in der Kreide stehen, zieht die Kommune aus den Vorgängen offenbar eine besondere Lehre. Sie hat eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, die Nahwärme-Strategie noch einmal grundsätzlich zu analysieren.
Volker Stephan
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Donnerstag, 13.03.2025, 16:46 Uhr
Donnerstag, 13.03.2025, 16:46 Uhr
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