• Bund öffnet Schatulle für Tübinger Großwärmepumpe
  • Netzentgelte für Strom in Deutschland von 2010 bis 2025
  • Irankrieg treibt die Preise weiter an
  • Der private Run auf Ökoenergien im Zeichen der Kriege
  • Gleitschirmfliegern geht die Luft aus im Streit mit der Windkraft
  • Belgisch-deutsche Zusammenarbeit für CCS diskutiert
  • Abwärme von Rechenzentrum für Potsdam und Wustermark
  • EWE verkauft Wärme-Contractor WCG
  • 15-Tonnen-Rotorblatt reißt von Windrad ab
  • Gerichtshof bestätigt Genehmigung der Eon-Innogy-Transaktion
Enerige & Management > Mobilität - Milliarden-Fonds für deutsche Autobranche
Quelle: Fotolia/lumen-digital
MOBILITÄT:
Milliarden-Fonds für deutsche Autobranche
Eine Milliarde Euro hat die Bundesregierung zugesagt, um die Autoindustrie bei saubereren Antrieben zu unterstützen. Wie dieser „Zukunftsfonds“ genau aussieht, steht nun auch fest.
 
(dpa) - Für den Wandel der deutschen Autoindustrie hin zu klima-schonenderen Antrieben steht nun zusätzliche Unterstützung vom Bund bereit. Ein dafür vorgesehener „Zukunftsfonds“ mit einem Volumen von einer Milliarde Euro bis 2025 sei jetzt startklar, sagte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch nach einem „Autogipfel“ mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vertretern von Branche, Gewerkschaften und Ländern. „Unser Ziel ist, dass die deutsche Automobilindustrie die klimafreundlichen Autos der Zukunft baut, neue Arbeitsplätze entstehen und Wertschöpfung erhalten bleibt.“

Die Einrichtung des Fonds war bereits bei einem „Autogipfel“ im November beschlossen worden. Nun wurde die konkrete Ausgestaltung geklärt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte: „Wir wollen, dass die Mobilität der Zukunft auch weiterhin Mobilität ‚made in Germany‘ ist.“ Der Fonds sei ein wichtiges Instrument, um die Transformation zu begleiten und Arbeitsplätze zu sichern.

Konkret sollen laut Wirtschaftsministerium 340 Mio. Euro für regionale „Transformationsnetzwerke“ bereitgestellt werden, um Akteure vor Ort zusammenzubringen und Strategien zu entwickeln. Weitere 340 Mio. Euro sollen digitale Lösungen voranbringen. Rund 320 Mio. Euro sollen unter anderem mittelständische Firmen bei Umstellungen der Produktion für E-Antriebe und Brennstoffzellen unterstützen. Gefördert werden sollen auch Weiterbildungskonzepte für Beschäftigte.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßte es, dass der Fonds nun steht. „Unser Ziel ist es, die Transformation zu einem Job-, Wachstums- und Wirtschaftsmotor zu machen“, sagte Präsidentin Hildegard Müller. Nötig sei vor allem eine gutes Ladenetz für E-Autos daheim, am Arbeitsplatz, im Handel, auf den Straßen.

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann betonte: „Aus Sicht der Beschäftigten entscheidet sich in den Regionen, ob die Transformation gelingt oder zu Arbeitsplatz- und Wohlstandsverlusten führt.“ Regionale Netzwerke müssten nun schnell umgesetzt werden. Erste Regionen wie das Saarland, Süd-Westfalen und Süd-Ost-Niedersachsen stünden bereit.
 

dpa
© 2026 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 18.08.2021, 15:21 Uhr

Mehr zum Thema