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Enerige & Management > Wasserstoff - Membran für bis zu 2,5 GW Elektrolyseleistung
Quelle: iStock / Frank Harms
WASSERSTOFF:
Membran für bis zu 2,5 GW Elektrolyseleistung
Der Chemiekonzern Evonik hat mit der Produktion sogenannter AEM-Membranen begonnen. Deren Elektrolyseleistung soll bis 2,5 GW betragen.
 
Pilotanlage für Membranen-Fertigung in kommerziellem Maßstab: Der Chemiekonzern Evonik hat in Marl im nördlichen Ruhrgebiet eine Beschichtungsanlage in Betrieb genommen, die nach Unternehmensangaben AEM-Membranen mit einer Elektrolyseleistung bis zu 2,5 GW herstellt. Die AEM-Elektrolyse gilt als alternative Technologie zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Das Kürzel steht für Anion Exchange Membrane. Die Elektrolyse läuft bei diesem Verfahren in basischem Milieu ab. Im Unterschied zur PEM-Elektrolyse (Proton Exchange Membrane) sind dafür keine oder deutlich weniger Edelmetalle wie Iridium oder Platin erforderlich – wodurch die Investitionskosten in die Elektrolyseure geringer sind. Evonik verweist auf Studien, wonach das Einsparpotenzial mindestens 25 Prozent gegenüber etablierten Verfahren betragen soll.

Die Beschichtungsanlage in Marl ist nach Angaben von Evonik rund 20 Meter lang und produziert Membranen mit einer Breite von bis zu 1 Meter. Eine Gewebeverstärkung könne integriert werden, um die Membran für großformatige Systeme anzupassen, heißt es. Die Membranen seien für den Betrieb unter hohen Stromdichten und Drücken ausgelegt. Bei der Herstellung würden keine per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) zugesetzt.

Parallel zum Produktionsstart in Deutschland eröffnet Evonik das AEM Center Shanghai. Dort sollen die in Marl produzierten Membranen gemeinsam mit lokalen Partnern und Kunden unter industriellen Bedingungen getestet werden. Das Zentrum konzentriert sich laut Evonik auf die Anwendung der AEM-Elektrolyse und ihre Einbindung in Wasserstoffinfrastrukturen.
 

Manfred Fischer
© 2026 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 10.06.2026, 12:44 Uhr

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