
Die Wärmeversorgung Ottersberg hat die Arbeit aufgenommen. Quelle: Stadtwerke Achim
WÄRME:
Kooperation für nachhaltige Wärme in Niedersachsen
Kooperation für nachhaltiges Heizen: Die Wärmeversorgung Ottersberg GmbH ist gegründet und nimmt das erste Projekt in Angriff. Südöstlich von Bremen soll ein Nahwärmenetz entstehen.
Ihre Zusammenarbeit besiegelt haben nun das Elektrizitäts-Werk Ottersberg (EWO) und die Stadtwerke Achim AG. Die Versorger aus Niedersachsen machen gemeinsame Sache bei klimafreundlichen Wärmevorhaben. Dafür haben sie die Wärmeversorgung
Ottersberg GmbH ins Leben gerufen.
Die Unternehmen halten jeweils 50 Prozent an der neuen Gesellschaft. An der Spitze stehen zwei Männer: Das EWO entsendet Werkleiter Helge Dannat für die kaufmännische, die Stadtwerke Achim Christian Müller für die technische Geschäftsführung. Müller ist Technikleiter beim Versorger in der größten Stadt des Landkreises Verden.
Auf Anfrage dieser Redaktion gab Helge Dannat einen Einblick in das erste Projekt. Für den Ottersberger Ortsteil Narthauen will die neue Gesellschaft ein Nahwärmenetz errichten. Diese Idee ist noch jung. Gleichwohl steht die Wärmequelle bereits fest: das örtliche Sägewerk. Dessen Abwärme halte genügend Energie bereit, so Helge Dannat, um die knapp 300 Menschen in Narthauen mit klimafreundlicher Wärme zu versorgen.
Zunächst wollen die Beteiligten Fördermittel für eine Machbarkeitsstudie beantragen. Im Anschluss sollen Anträge auf Förderung des gesamten Vorhabens folgen. Bei der Vorhersage, wann das Nahwärmenetz in Betrieb gehen kann, hielt Helge Dannat sich zurück.
Achims Stadtwerke-Vorstand Sven Feht hebt die Vorgeschichte der neuen Kooperation hervor. Die beiden Unternehmen stemmen bereits den Einkauf sowie die 20-kV-Netze gemeinsam, überdies überwacht die Leitwarte der Achimer Stadtwerke die Netze. Im Gebiet der Kommune Ottersberg, die offiziell die Bezeichnung „Flecken“ trägt, gehe es nun „ausschließlich um klimafreundliche Wärmeprojekte“.
Weiteres Vorhaben in Ottersberg selbst
Ein anderes Wärmeprojekt habe nach Auskunft von Helge Dannat keine Priorität. Mitte 2023 hatte das EWO mit dem Unternehmen Energethik Pläne für die Nahwärmeversorgung des Ortsteils Ottersberg vorgestellt.
Dieses Netz würde sich über ein regeneratives Speicherkraftwerk speisen, das als Herzstück ein flexibles Blockheizkraftwerk vorsieht. Weitere Bausteine des Kraftwerkskomplexes sind eine Biogasanlage, ein Methanspeicher sowie ein Wärmespeicher, der das Nahwärmenetz versorgt.
Auch Geothermie sei in diesem Zusammenhang ein Thema, so Helge Dannat. Dieses Projekt sei allerdings nicht so einfach zu realisieren wie das Nahwärmenetz für Narthauen.
Die Unternehmen halten jeweils 50 Prozent an der neuen Gesellschaft. An der Spitze stehen zwei Männer: Das EWO entsendet Werkleiter Helge Dannat für die kaufmännische, die Stadtwerke Achim Christian Müller für die technische Geschäftsführung. Müller ist Technikleiter beim Versorger in der größten Stadt des Landkreises Verden.
Auf Anfrage dieser Redaktion gab Helge Dannat einen Einblick in das erste Projekt. Für den Ottersberger Ortsteil Narthauen will die neue Gesellschaft ein Nahwärmenetz errichten. Diese Idee ist noch jung. Gleichwohl steht die Wärmequelle bereits fest: das örtliche Sägewerk. Dessen Abwärme halte genügend Energie bereit, so Helge Dannat, um die knapp 300 Menschen in Narthauen mit klimafreundlicher Wärme zu versorgen.
Zunächst wollen die Beteiligten Fördermittel für eine Machbarkeitsstudie beantragen. Im Anschluss sollen Anträge auf Förderung des gesamten Vorhabens folgen. Bei der Vorhersage, wann das Nahwärmenetz in Betrieb gehen kann, hielt Helge Dannat sich zurück.
Achims Stadtwerke-Vorstand Sven Feht hebt die Vorgeschichte der neuen Kooperation hervor. Die beiden Unternehmen stemmen bereits den Einkauf sowie die 20-kV-Netze gemeinsam, überdies überwacht die Leitwarte der Achimer Stadtwerke die Netze. Im Gebiet der Kommune Ottersberg, die offiziell die Bezeichnung „Flecken“ trägt, gehe es nun „ausschließlich um klimafreundliche Wärmeprojekte“.
Weiteres Vorhaben in Ottersberg selbst
Ein anderes Wärmeprojekt habe nach Auskunft von Helge Dannat keine Priorität. Mitte 2023 hatte das EWO mit dem Unternehmen Energethik Pläne für die Nahwärmeversorgung des Ortsteils Ottersberg vorgestellt.
Dieses Netz würde sich über ein regeneratives Speicherkraftwerk speisen, das als Herzstück ein flexibles Blockheizkraftwerk vorsieht. Weitere Bausteine des Kraftwerkskomplexes sind eine Biogasanlage, ein Methanspeicher sowie ein Wärmespeicher, der das Nahwärmenetz versorgt.
Auch Geothermie sei in diesem Zusammenhang ein Thema, so Helge Dannat. Dieses Projekt sei allerdings nicht so einfach zu realisieren wie das Nahwärmenetz für Narthauen.
Volker Stephan
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Dienstag, 11.03.2025, 16:18 Uhr
Dienstag, 11.03.2025, 16:18 Uhr
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