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Enerige & Management > Kooperation - Koehler und Iqony starten Bioenergie-Allianz
Ziehen an einem Strang (v.l.): Henning Wieschemeyer, Norbert Schröder, Birgit Hagelbölling und Stefan Karrer. Quelle: Koehler-Gruppe
KOOPERATION:
Koehler und Iqony starten Bioenergie-Allianz
Bioenergie soll Kohle ersetzen: Koehler Renewable Energy und Iqony planen gemeinsame Projekte zur Umstellung industrieller Anlagen auf Biomasse. Wo erste Erfolge bereits sichtbar sind.
 
Koehler Renewable Energy mit Sitz in Oberkirch südwestlich von Stuttgart (Baden-Württemberg) und Iqony aus Essen haben einen Rahmenvertrag zur Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Bioenergieprojekte geschlossen. Die Kooperation zielt darauf ab, fossile Energieträger schrittweise durch erneuerbare Alternativen zu ersetzen. Beide Partner bringen dabei unterschiedliche Stärken mit ein, um den industriellen Umbau hin zu klimaneutraler Energieversorgung voranzutreiben.

Laut den Unternehmen stehen vor allem Projekte im Mittelpunkt, die bestehende Kohlefeuerungsanlagen auf Holzstaub-, Holzhackschnitzel- und Biogastechnologien umstellen. Erste Erfahrungen sammelte Koehler Renewable Energy bereits an den Standorten Greiz (Thüringen) und Oberkirch, wo die Kraftwerke von Braun- beziehungsweise Steinkohle auf Biomasse umgerüstet wurden. Diese Verfahren sollen nun gemeinsam mit Iqony auch bei externen Industriekunden eingesetzt werden.

Die Zusammenarbeit umfasst alle Phasen von der Projektentwicklung über die Planung bis hin zum Betrieb der Anlagen. Iqony soll, wie es in der gemeinsamen Mitteilung der Partner heißt, die Verantwortung übernehmen für Kundenakquise, Projektplanung, Investition und Umsetzung. Koehler Renewable Energy steuert Know-how in den Bereichen Stoffstrommanagement, Genehmigungsverfahren und Technologie bei. Zudem bringt das Unternehmen seine Netzwerke in der Papierindustrie ein, um weitere Partner für Bioenergielösungen zu gewinnen.

Gezieltere Entwicklung von grünen Projekten

Norbert Schröder, Geschäftsführer von Iqony Solutions, bezeichnet die Kooperation als wichtigen Beitrag zur Transformation energieintensiver Branchen. Auch Birgit Hagebölling, Bereichsleiterin Technik und Betrieb bei Koehler Renewable Energy, hebt den strategischen Nutzen hervor: Gemeinsam ließen sich erneuerbare Projekte gezielter entwickeln und umsetzen.

Koehler Renewable Energy ist eine Tochtergesellschaft der Koehler-Gruppe und seit 2012 im Bereich erneuerbarer Energien aktiv. Das Unternehmen betreibt Anlagen für Biomasse-Kraft-Wärme-Kopplung, Onshore-Windkraft, Photovoltaik und Wasserkraft. 2023 erzeugte es laut eigenen Angaben rund 267 Millionen kWh Strom, 26 Millionen kWh Wärme und 431 Millionen kWh Prozessdampf. Ziel der Koehler-Gruppe ist es, bis 2030 den gesamten Energiebedarf ihrer Papierproduktion aus eigenen erneuerbaren Quellen zu decken.

Iqony wiederum, ehemals Teil der Steag GmbH, konzentriert sich auf industrielle Energielösungen sowie Projekte zur Dekarbonisierung und Energieeffizienz. Das Unternehmen entwickelt und betreibt Anlagen für Wärme- und Stromversorgung, berät Industrie und Kommunen bei der Umstellung auf erneuerbare Energien und setzt dabei auf Technologien, die CO2-Emissionen senken und Versorgungssicherheit gewährleisten.

Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags fand in Oberkirch statt. Neben Birgit Hagebölling und Norbert Schröder nahmen Henning Wieschemeyer (Bereichsleiter Industriekunden bei Iqony Solutions) sowie Stefan Karrer (Vorstand Technik der Koehler-Gruppe) teil. 
 

Davina Spohn
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