
Quelle: Shutterstock / Shcherbakov Ilya
SMART METER:
Knappe Kapazitäten für den Rollout
Der Smart Meter Rollout ist und bleibt für kleinere und mittlere Messtellenbetreiber eine große Herausforderung, wie die Erfahrungen des Metering-Dienstleister Voltaris zeigen.
Die Bundesnetzagentur hat einen schärferen Ton im Umgang mit den Messstellenbetreibern angeschlagen. Wer seinen Verpflichtungen
beim Rollout intelligenter Messsysteme nicht nachkommt, wird durch einen sogenannten Auffangmessstellenbetreiber ersetzt.
Zahlen zum aktuellen Stand des Smart Meter Rollouts hatte die Behörde erstmals bei den Metering Days im vergangenen November vorgelegt. Den Vortrag des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, mit der deutlichen Kritik an der geringen Ausbringungsquote, wertet Marcus Hörhammer als Weckruf für die Branche. Bis dahin habe es durchaus eine Reihe von Messstellenbetreibern gegeben, die rhetorisch fragten, was schon passieren solle, wenn man seine Quote nicht erfülle, so der Geschäftsführer des Metering-Dienstleisters Voltaris. Sanktionen hätten wohl die wenigsten befürchtet.
Jetzt hat sich die Situation gewandelt. Die Rollout-Verpflichtung, 20 Prozent der Pflichteinbaufälle bei Letztverbrauchern bis Ende 2025 abgearbeitet zu haben, steht im Raum. Sie ist auch im jüngst verabschiedeten Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsrechts verankert.
In einem Gespräch mit Journalisten betonte Hörhammer, wie wichtig vor diesem Hintergrund ein kooperativer Ansatz ist. Dies habe auch die Bundesnetzagentur in ihrer Kommunikation in den Markt immer wieder herausgestellt und auch Voltaris verfolge diesen Ansatz seit jeher mit seiner Anwendergemeinschaft. Diese umfasst mittlerweile mehr als 50 Energieversorger und Netzbetreiber, mit insgesamt rund 1,5 Millionen Zählpunkten.
Gerade weil das Steuern und Schalten von Verbrauchs- und Erzeugungsanlagen nun zur Pflicht geworden sei, stehen die Stadtwerke vor großen Herausforderungen. Voltaris wird laut Hörhammer den Unternehmen ein System für die Kommunikation mit der Steuerbox, die an der jeweiligen Anlage verbaut ist, zur Verfügung stellen. Eine „riesige Herausforderung“ für die Stadtwerke sei dann allerdings, die eigentliche Steuerung in der Niederspannung umzusetzen.
Vom Mess-Rollout zum Steuer-Rollout
„Wir wissen von kleineren Stadtwerken, dass sie Gespräche über Kooperationen führen, um beispielsweise Shared Services auszuprägen“, so Hörhammer. Es seien auch Modelle möglich, in denen größere regionale Versorger die Betriebsführung der Netze kleinerer Stadtwerke übernehmen. „Wir betrachten mit unseren Partnern diese Themen“, versichert der Voltaris-Geschäftsführer und verweist auf die verschiedenen Module, mit denen der Dienstleister die Mitglieder der Anwendergemeinschaft und auch externe Kunden durch die Komplexität des intelligenten Messwesens und des Steuerns in der Niederspannung begleitet. Vor allem die Integration der verschiedenen IT-Systeme, inklusive eines Systems zur Netzführung, das auch Netzcockpit oder Niederspannungsleitstelle genannt wird, ist eine Herkulesaufgabe.
„Wir haben es geschafft, stabile Prozesse aufzusetzen und größtenteils die ERP-Systeme der Stadtwerke anzubinden“, betont Hörhammer. Dies sei alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Denn gerade die Anbindung der Gateway-Administrationssysteme und der CLS-Managementsysteme, also die Anbindung der Systeme zum Steuern und Schalten, an die ERP-Systeme der Stadtwerke hat bisher vielen Verantwortlichen in der Branche Kopfzerbrechen bereitet. Man spüre, dass die IT-Lösungsanbieter nicht immer mit der von ihnen gewünschten und erforderlichen Flexibilität agieren können. Nicht zuletzt der Fachkräftemangel mache sich hier bemerkbar, so Hörhammer. Aber Voltaris stehe mit seinen Partnern und Kunden auf einem „stabilen Fundament“ und habe die Schnittstellen weitgehend umgesetzt.
Mindestens genauso herausfordernd, wie die IT-Kapazitäten sind die Montagekapazitäten für die Ausbringung der intelligenten Messsysteme und der Steuerboxen. „Montagekapazität ist ein sehr knappes Gut“, brachte es Hörhammer auf den Punkt. Kleinere Stadtwerke mit einer überschaubaren Netzgröße und damit auch überschaubaren Pflichteinbaufällen, die ihre Systeme und Prozesse entsprechend vorbereitet aber noch keine intelligenten Messsysteme ausgerollt haben, werden nach Hörhammers Einschätzung trotzdem in diesem Jahr keine Probleme mit der 20-Prozent-Quote bekommen – sofern sie eigene Montagekapazitäten im Haus haben. Bei zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen sei dies ja der Fall. Anders bei größeren Werken, die auf externe Montagekapazitäten angewiesen sind. „Wer jetzt noch keinen entsprechenden Vertrag hat, wird ein Problem bekommen“, prophezeit der Voltaris-Geschäftsführer.
Zahlen zum aktuellen Stand des Smart Meter Rollouts hatte die Behörde erstmals bei den Metering Days im vergangenen November vorgelegt. Den Vortrag des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, mit der deutlichen Kritik an der geringen Ausbringungsquote, wertet Marcus Hörhammer als Weckruf für die Branche. Bis dahin habe es durchaus eine Reihe von Messstellenbetreibern gegeben, die rhetorisch fragten, was schon passieren solle, wenn man seine Quote nicht erfülle, so der Geschäftsführer des Metering-Dienstleisters Voltaris. Sanktionen hätten wohl die wenigsten befürchtet.
Jetzt hat sich die Situation gewandelt. Die Rollout-Verpflichtung, 20 Prozent der Pflichteinbaufälle bei Letztverbrauchern bis Ende 2025 abgearbeitet zu haben, steht im Raum. Sie ist auch im jüngst verabschiedeten Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsrechts verankert.
In einem Gespräch mit Journalisten betonte Hörhammer, wie wichtig vor diesem Hintergrund ein kooperativer Ansatz ist. Dies habe auch die Bundesnetzagentur in ihrer Kommunikation in den Markt immer wieder herausgestellt und auch Voltaris verfolge diesen Ansatz seit jeher mit seiner Anwendergemeinschaft. Diese umfasst mittlerweile mehr als 50 Energieversorger und Netzbetreiber, mit insgesamt rund 1,5 Millionen Zählpunkten.
Gerade weil das Steuern und Schalten von Verbrauchs- und Erzeugungsanlagen nun zur Pflicht geworden sei, stehen die Stadtwerke vor großen Herausforderungen. Voltaris wird laut Hörhammer den Unternehmen ein System für die Kommunikation mit der Steuerbox, die an der jeweiligen Anlage verbaut ist, zur Verfügung stellen. Eine „riesige Herausforderung“ für die Stadtwerke sei dann allerdings, die eigentliche Steuerung in der Niederspannung umzusetzen.
Vom Mess-Rollout zum Steuer-Rollout
„Wir wissen von kleineren Stadtwerken, dass sie Gespräche über Kooperationen führen, um beispielsweise Shared Services auszuprägen“, so Hörhammer. Es seien auch Modelle möglich, in denen größere regionale Versorger die Betriebsführung der Netze kleinerer Stadtwerke übernehmen. „Wir betrachten mit unseren Partnern diese Themen“, versichert der Voltaris-Geschäftsführer und verweist auf die verschiedenen Module, mit denen der Dienstleister die Mitglieder der Anwendergemeinschaft und auch externe Kunden durch die Komplexität des intelligenten Messwesens und des Steuerns in der Niederspannung begleitet. Vor allem die Integration der verschiedenen IT-Systeme, inklusive eines Systems zur Netzführung, das auch Netzcockpit oder Niederspannungsleitstelle genannt wird, ist eine Herkulesaufgabe.
„Wir haben es geschafft, stabile Prozesse aufzusetzen und größtenteils die ERP-Systeme der Stadtwerke anzubinden“, betont Hörhammer. Dies sei alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Denn gerade die Anbindung der Gateway-Administrationssysteme und der CLS-Managementsysteme, also die Anbindung der Systeme zum Steuern und Schalten, an die ERP-Systeme der Stadtwerke hat bisher vielen Verantwortlichen in der Branche Kopfzerbrechen bereitet. Man spüre, dass die IT-Lösungsanbieter nicht immer mit der von ihnen gewünschten und erforderlichen Flexibilität agieren können. Nicht zuletzt der Fachkräftemangel mache sich hier bemerkbar, so Hörhammer. Aber Voltaris stehe mit seinen Partnern und Kunden auf einem „stabilen Fundament“ und habe die Schnittstellen weitgehend umgesetzt.
Mindestens genauso herausfordernd, wie die IT-Kapazitäten sind die Montagekapazitäten für die Ausbringung der intelligenten Messsysteme und der Steuerboxen. „Montagekapazität ist ein sehr knappes Gut“, brachte es Hörhammer auf den Punkt. Kleinere Stadtwerke mit einer überschaubaren Netzgröße und damit auch überschaubaren Pflichteinbaufällen, die ihre Systeme und Prozesse entsprechend vorbereitet aber noch keine intelligenten Messsysteme ausgerollt haben, werden nach Hörhammers Einschätzung trotzdem in diesem Jahr keine Probleme mit der 20-Prozent-Quote bekommen – sofern sie eigene Montagekapazitäten im Haus haben. Bei zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen sei dies ja der Fall. Anders bei größeren Werken, die auf externe Montagekapazitäten angewiesen sind. „Wer jetzt noch keinen entsprechenden Vertrag hat, wird ein Problem bekommen“, prophezeit der Voltaris-Geschäftsführer.

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Mittwoch, 12.03.2025, 16:58 Uhr
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