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Enerige & Management > Gas - Ja zu gemeinsamen Gasbohrungen an der Emsmündung
Quelle: Fotolia / Dmitry Naumov
GAS:
Ja zu gemeinsamen Gasbohrungen an der Emsmündung
Die holländische Regierung hat für das Upstream-Projekt für ihren Anteil an der Emsmündung die erste Genehmigung erteilt. Deutschland hatte das Gas-Vorhaben seit 2017 blockiert.
 

Deutschland und die Niederlande werden in der Nordsee gemeinsam Bohrungen auf einem neuen Gasfeld vornehmen. Der niederländische Staatssekretär für Bergbau, Hans Vijlbrief, gab am 1. Juni in Den Haag bekannt, er habe "die Erlaubnis für den niederländischen Teil heute erteilt". In Deutschland sei bereits ein "beschleunigtes Genehmigungsverfahren" eingeleitet.

Der Mitteilung der niederländischen Regierung zufolge soll von 2024 an Gas über die geplante Bohrinsel gefördert werden. Die Energie für die Förderung soll aus Windkraft gewonnen werden.

Es gibt bereits seit längerem Pläne, rund 19 Kilometer vor der Küste an der niederländisch-deutschen Grenze Erdgas zu fördern. Diese sind umstritten: Das Land Niedersachsen hatte vor einem Jahr die Genehmigung für Bohrungen nahe den empfindlichen Ökosystemen der Nordseeinseln Schiermonnikoog und Borkum verweigert. Zudem haben niederländische Umweltschützer Bedenken gegen das Vorhaben geäußert.

Die Pläne haben seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine neue Dringlichkeit bekommen. Am Dienstag hatte der russische Energiekonzern Gazprom angekündigt, kein Erdgas mehr an die Niederlande zu liefern. Der niedersächsische Landtag hatte im April einen einstimmigen Beschluss gegen das Vorhaben revidiert.

 

Marie Pfefferkorn und Georg Eble
© 2026 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 02.06.2022, 14:13 Uhr

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