
Wasserstoffspeicher der RAG in Oberösterreich. Quelle: RAG Austria
WASSERSTOFF:
Innio liefert Wasserstoffmotor für BHKW in Österreich
Das Energiespeicherunternehmen RAG Austria will ein Wasserstoff-BHKW im oberösterreichischen Gampern mit einem Jenbacher Wasserstoffmotor der Innio Group ausstatten.
Es handelt sich, wie der Motorenhersteller Innio mitteilt, um eine hocheffiziente, flexible Jenbacher Wasserstoff-Kraftwärme-Kopplungsanlage
der 1-MW-Klasse. Ihre Inbetriebnahme in Oberösterreich sei bereits für das Frühjahr 2024 vorgesehen.
Der Wasserstoff zum Anlagenbetrieb werde aus dem Ende April dieses Jahres in Betrieb gegangenen Wasserstoffspeicher mit Namen „Underground Sun Storage“ stammen − dem weltweit ersten 100 Prozent Wasserstoffspeicher in einer unterirdischen Porenlagerstätte, wie die österreichische Rohöl-Aufsuchungsgesellschaft (RAG) mitteilt (wir berichteten). 4,3 Millionen kWh Sommerstrom sollen dort in Form von grünem Wasserstoff in den Winter gebracht werden.
Mithilfe der KWK-Anlage lasse sich dann in den kalten Wintermonaten, jederzeit bedarfsgerecht aus den grünen Energiereserven Strom erzeugen und die Abwärme für Heizzwecke nutzen. Markus Mitteregger, CEO der RAG erklärt: „Im oberösterreichischen Gampern zeigen wir, was möglich und notwendig ist, um die sichere Versorgung mit grüner Energie das ganze Jahr über zu gewährleisten und damit die Energiewende zu stemmen“. Das Wasserstoff-Blockheizkraftwerk sei ein wichtiger Baustein für den gesamten Wasserstoffhochlauf, denn: „Flexible, schnellstartfähige KWK-Anlagen können bedarfsgerecht Strom und gleichzeitig die im Winter so wichtige Wärme erzeugen. Das bringt hohe Effizienzvorteile und macht die Wärmewende erst möglich“, so Mitteregger weiter.
Zum Hintergrund: Zur Wasserstoffproduktion nutzt die RAG eigenen Angaben nach zertifizierten Ökostrom sowie etwa fünf Prozent der jährlichen Wasseraufbringung der Wassergenossenschaft Seewalchen am Attersee. Vereinbart ist, dass diese ihre Lieferungen bei Wasserknappheit unterbrechen kann, um die Versorgung der Landwirtschaft zu gewährleisten. Erzeugt werden in Gampern mit einem 2-MW starken PEM-Elektrolyseur rund 400 m3 grünen Wasserstoffs pro Stunde. Der Wirkungsgrad der gesamten Anlage zur Bereitstellung des Wasserstoffs beläuft sich auf etwa 72 Prozent. Die Kosten des Wasserstoffspeichers bezifferte Mitteregger auf Anfrage der Redaktion mit 15 bis 20 Millionen Euro. Davon stellt der Klima- und Energiefonds der Bundesregierung 6 Millionen Euro bereit.
Der Wasserstoff zum Anlagenbetrieb werde aus dem Ende April dieses Jahres in Betrieb gegangenen Wasserstoffspeicher mit Namen „Underground Sun Storage“ stammen − dem weltweit ersten 100 Prozent Wasserstoffspeicher in einer unterirdischen Porenlagerstätte, wie die österreichische Rohöl-Aufsuchungsgesellschaft (RAG) mitteilt (wir berichteten). 4,3 Millionen kWh Sommerstrom sollen dort in Form von grünem Wasserstoff in den Winter gebracht werden.
Mithilfe der KWK-Anlage lasse sich dann in den kalten Wintermonaten, jederzeit bedarfsgerecht aus den grünen Energiereserven Strom erzeugen und die Abwärme für Heizzwecke nutzen. Markus Mitteregger, CEO der RAG erklärt: „Im oberösterreichischen Gampern zeigen wir, was möglich und notwendig ist, um die sichere Versorgung mit grüner Energie das ganze Jahr über zu gewährleisten und damit die Energiewende zu stemmen“. Das Wasserstoff-Blockheizkraftwerk sei ein wichtiger Baustein für den gesamten Wasserstoffhochlauf, denn: „Flexible, schnellstartfähige KWK-Anlagen können bedarfsgerecht Strom und gleichzeitig die im Winter so wichtige Wärme erzeugen. Das bringt hohe Effizienzvorteile und macht die Wärmewende erst möglich“, so Mitteregger weiter.
Zum Hintergrund: Zur Wasserstoffproduktion nutzt die RAG eigenen Angaben nach zertifizierten Ökostrom sowie etwa fünf Prozent der jährlichen Wasseraufbringung der Wassergenossenschaft Seewalchen am Attersee. Vereinbart ist, dass diese ihre Lieferungen bei Wasserknappheit unterbrechen kann, um die Versorgung der Landwirtschaft zu gewährleisten. Erzeugt werden in Gampern mit einem 2-MW starken PEM-Elektrolyseur rund 400 m3 grünen Wasserstoffs pro Stunde. Der Wirkungsgrad der gesamten Anlage zur Bereitstellung des Wasserstoffs beläuft sich auf etwa 72 Prozent. Die Kosten des Wasserstoffspeichers bezifferte Mitteregger auf Anfrage der Redaktion mit 15 bis 20 Millionen Euro. Davon stellt der Klima- und Energiefonds der Bundesregierung 6 Millionen Euro bereit.
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Dienstag, 07.11.2023, 08:30 Uhr
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