• Teag Mobil setzt auf Megawatt-Laden
  • 130 Windräder bekommen BNK
  • Wie aktiv Verbraucher am Strommarkt sind
  • Angriffe auf LNG-Tanker treiben Gaspreise
  • Mit voller Kraft und diversen Kraftstoffen in die Energiezukunft
  • Speicher, Netz und Kommunikation
  • Wärmewende als „Chance und Herausforderung“
  • Offshore-Flächen sollen attraktiver werden
  • Eon stärkt Endkundengeschäft in Großbritannien
  • Leuna testet zentrale Steuerung der Energieflüsse
Enerige & Management > IT - Im August kehrt bei attackiertem Stadtwerk die Normalität ein
Quelle: Shutterstock / solarseven
IT:
Im August kehrt bei attackiertem Stadtwerk die Normalität ein
Das von einer Cyberattacke betroffene Gemeinschaftskraftwerk GSW bei Dortmund sieht sich wieder im Regelbetrieb angekommen. Die Kundschaft merkt das am eigenen Konto und beim Baden.
 
Bei der Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen, Bönen, Bergkamen (GSW) funktionieren die gewohnten Abläufe nach einer Cyberattacke wieder. „Wir sind heute weitestgehend zurück im Regelbetrieb“, sagt eine Sprecherin der Westfalen auf Anfrage dieser Redaktion. Kaufmännische Prozesse waren hauptsächlich von dem Angriff Ende Juni (wir berichteten) betroffen.

Zum 1. August habe das Unternehmen auch die zu Monatsbeginn fällig werdenden Abschläge wieder einziehen können. Das war nach der vorsorglichen Trennung aller Systeme im Vormonat nicht möglich gewesen. Für den Juli erfolgte der Einzug mit etwa zwei Wochen Verspätung.

Während dies vorrangig den digitalen Kontakt mit dem Versorger betraf, spürte die Kundschaft der GSW die Einschränkungen auch handfest. Der Eintritt in die diversen Schwimmbäder war bar zu entrichten. Doch seit dem 6. August sei auch das bargeldlose Zahlen an den Kassen wieder möglich, so die Sprecherin. Damit seien auch Gutscheine und Geldwertkarten, die den Eintritt günstiger machen, wieder zu erwerben und einzulösen.

Mit den Ermittlungen in der Sache ist die in Köln ansässige Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) betraut. Aussagen zu Natur, Folgen und Urhebern des Angriffs waren dort bis Redaktionsschluss nicht zu erhalten. Das Unternehmen selbst äußert sich dazu nicht.

Die GSW-Sprecherin wies darauf hin, dass das Unternehmen beim Neuaufbau der Systemlandschaft die ohnehin hohen Sicherheitsstandards „nun noch einmal auf ein höheres Level gehoben“ habe. Im Zuge der Arbeit von IT-Forensikern sei eine „umfangreiche Rücksicherung von Daten und Netzwerken“ erfolgt. Angriffe dieser Art seien dennoch nie ganz auszuschließen. (vs)
 

Volker Stephan
© 2026 Energie & Management GmbH
Montag, 10.08.2026, 17:09 Uhr

Mehr zum Thema