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Enerige & Management > Unternehmen - Hamburg und Hansewerk Natur schließen Wärmekooperation
Gerta Gerdes von Hansewerk Natur bei der Vertragsunterzeichnung mit Staatsrat Alexander von Vogel. Quelle: Hansewerk Natur
UNTERNEHMEN:
Hamburg und Hansewerk Natur schließen Wärmekooperation
Die Hansestadt Hamburg wird enger mit dem Energieversorger Hansewerk Natur zusammenarbeiten. Ziel ist der weitere Ausbau der erneuerbaren Fernwärme. 
 
Die Hansestadt Hamburg und der Wärmenetzbetreiber Hansewerk Natur werden strategisch enger kooperieren. Das haben beide Partner in einer entsprechenden Vereinbarung beschlossen, teilten sie am 18. Dezember mit. Wichtigster Bestandteil sind Planungen zum Ausbau und zur Dekarbonisierung bestehender sowie zum Aufbau neuer fossilfreier Wärmenetze. Diese Kooperationsvereinbarung gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2035. 

Hansewerk Natur hat in Hamburg einen Wärmeabsatz von rund 600 Millionen kWh im Jahr und eine Netzlänge von über 350 km. Insbesondere die großen Verbundnetze des Unternehmens haben Potenzial, weiter ausgebaut zu werden, was gleichzeitig zur Dekarbonisierung genutzt werden soll. Die Planungen umfassen laut dem Versorger die Erhöhung der Anschlusskapazität sowie die Integration neuer Gebiete in die bestehende Fernwärmeversorgung.

Hansewerk Natur hat mit der Stadt vereinbart, ihre Hamburger Wärmenetze auszubauen und die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme umzustellen. Hierzu will das Unternehmen, die Hamburger Ziele für die Dekarbonisierung von Wärmenetzen übertreffen und bis 2030 bereits rund zwei Drittel der eingesetzten Energie umweltfreundlich gewinnen. 

Außerdem hat Hansewerk Natur Vorschläge für Wärmeversorgungsgebiete vorgestellt, die sie aus Eigeninitiative im freien Wettbewerb umsetzen möchte. Das Unternehmen wird mit der Hansestadt bei der Suche nach erneuerbaren Energiequellen sowie Abwärmepotenzialen und Grundstücken für Energieerzeugungsanlagen kooperieren. Ein zentrales Anliegen sei sowohl der Stadt als auch Hansewerk Natur eine „nachhaltige und sozialverträgliche Gestaltung der Preise sowie die maximale Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Preisstruktur“. 

Als zweitgrößter Wärmeversorger in Hamburg „unterstützen wir konsequent den Kurs des Senats, die Wärmeversorgung der Stadt auf Erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme umzustellen“, sagte Gerta Gerdes, Sprecherin der Geschäftsführung von Hansewerk Natur, bei der Vertragsunterzeichnung. 

Und Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank betonte laut Mitteilung: „Die Hamburger Energiewerke setzen den Kohleausstieg bis 2030 um und transformieren das städtische Fernwärmenetz hin zu einem ökologischen, versorgungssicheren und wirtschaftlichen Wärmeversorgungssystem.“ Allerdings würde nicht nur das städtische Unternehmen ambitioniert vorangehen. Hamburg würde nun auch gemeinsam mit Hansewerk Natur „alle Hebel in Bewegung setzen, um eine klimaneutrale Wärmeversorgung für Hamburg bis 2040 zu erreichen“.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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