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Enerige & Management > Nordrhein-Westfalen - "Grüne" Wärme für Gewerbe und Industrie muss Pflicht werden
Quelle: Fotolia / vege
NORDRHEIN-WESTFALEN:
"Grüne" Wärme für Gewerbe und Industrie muss Pflicht werden
Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) drängt auf eine nachhaltige Wärmeerzeugung in Industrie- und Gewerbegebieten. Dazu hat der Verband ein Positionspapier erarbeitet.
 
„Wir wissen, dass immer mehr Unternehmen ihren Energiebedarf auf erneuerbare Energien umstellen wollen und ambitionierte Dekarbonisierungspläne verfolgen“, beschreibt Thomas Griese, stellvertretender Vorsitzender des LEE NRW, die Situation. „Diese Pläne betreffen sowohl eine nachhaltige Strom- als auch Wärmeversorgung.“

Um diese Entwicklung zu forcieren, hatte der LEE NRW Ende August als ersten Schritt bereits ein Positionspapier für eine regenerative Stromerzeugung in den Industrie- und Gewerbegebieten zwischen Rhein und Weser vorgelegt. Als Pendant hat der Verband nun auch ein Positionspapier für mehr regenerative Wärme auf Industrie- und Gewerbeflächen veröffentlicht.

„Dabei ist es wichtig, dass die Landesregierung NRW den Landesentwicklungsplan (LEP) ändert und festlegt, dass bei Industrie- und Gewerbegebieten, die erweitert beziehungsweise neu geplant werden, der Einsatz grüner Wärme ein Muss ist“, benennt Griese eine der Kernforderungen des neuen Wärmepapiers. „Wir müssen weg von der Versorgung aus Großkraftwerken und über Erdgasleitungen kommen, sondern vielmehr auf einen dezentralen Quartiersansatz setzen“, so Griese. „Dieses Konzept gewinnt zunehmend bei der Stromversorgung an Bedeutung und es muss künftig auch für die Wärmeversorgung gelten. Jedes Quartier kann und muss sich selbst mit grüner Energie versorgen.“
 
Das Positionspapier „Nachhaltige Wärmeerzeugung in Industrie und Gewerbe“ des LEE NRW
(zur Vollansicht bitte auf das Dokument klicken)
Quelle: Landesverband Erneuerbare Energien NRW

Je nach Region und dem Wärmebedarfsprofil gibt es laut Verband dafür einen breiten Fächer von erprobten Technologien. Diese reichen von Wärmepumpen, Nutzung industrieller Abwärme und Solarthermie, über den Einsatz von Holz- und Grünabfällen bis hin zu Tiefengeothermie.

Im Koalitionsvertrag des Ampel-Bündnisses heißt es unter anderem: „Die neue Bundesregierung wird den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu einem zentralen Projekt ihrer Regierungsarbeit machen.“ Daher, so Thomas Griese, werde es künftig auch für die Flächen von Industrie- und Gewerbegebieten notwendig sein, verstärkt regenerative Energien für die Wärmeversorgung einzusetzen.
 

Heidi Roider
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Freitag, 10.12.2021, 10:03 Uhr

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