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Enerige & Management > Wasserstoff - Grüne Netzwerke und Agenturen an der Küste rücken zusammen
Illustration einer Wasserstoff-Produktion auf dem Meer in einem Windpark. Quelle: Greenstat
WASSERSTOFF:
Grüne Netzwerke und Agenturen an der Küste rücken zusammen
Sechs industriepolitische Akteure aus allen deutschen Küstenländern wollen für den Hochlauf grünen Wasserstoffs einiges gemeinsam auf die Beine stellen.
 
Aus allen deutschen Küstenländern kooperieren von sofort an sechs grüne Branchennetzwerke und Wirtschaftsförderungs-Agenturen, um ihre Interessen beim bevorstehenden Markthochlauf einer Wasserstoffwirtschaft punktuell gemeinsam zu vertreten. Das ist der verlautbarte Gegenstand einer Kooperationsvereinbarung, die Spitzenkräfte der sechs Einrichtungen am 28. September auf der Messe H2 Expo & Conference in Hamburg unterzeichneten. Die H2 Expo findet bis 30. September parallel zur Wind Energy in einer der Messehallen statt.

Nach den Worten von Jan Rispens, Geschäftsführer des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH), ist unter anderem geplant, schon im November in Berlin einen Parlamentarischen Abend zu Wasserstoff zu organisieren. Nächstes Jahr soll es dann eine gemeinsame Wasserstoff-Konferenz geben. "Das wird ein Marathonlauf, kein Sprint", sagte Rispens zum Markthochlauf voraus.

Obendrein wollen sich die Einrichtungen ihm zufolge ständig mit den Landesregierungen der Küstenländer "abstimmen", was die Fortschreibung der Norddeutschen Wasserstoffstrategie angeht. Diese stammt von November 2019 und hat unter anderem regelmäßige Treffen der Fachminister etabliert. Ziel der Kooperationspartner ist laut Rispens auch bundesrechtlich "eine bessere Regulatorik" für Wasserstoff.

Für ihn ist klar, dass Wasserstoff stark nachgefragt sein wird. Die Küstenländer punkten aus Rispens' Sicht durch ihre Häfen für den Wasserstoffumschlag und ein im Vergleich zu Süddeutschland größeres Grünstrom-Angebot ohne Netzrestriktionen. Für Marc Itgen, der die Cuxhavener Agentur für Wirtschaftsförderung (AfW) leitet, ist Wasserstoff ein Geschäft, das notwendigerweise überregional betrieben werden wird. Die Kooperation über die Landesgrenzen hinaus hält Peter Grosse, Projektleiter des schleswig-holsteinischen Branchennetzwerks EESH, ebenfalls für selbstverständlich; er erwähnte in dem Kontext die Zusammenarbeit des EESH mit Dänemark bei Wasserstoff. 
Beim Offshorewind-Netzwerk Wab in Bremerhaven wiederum, das aus 250 Unternehmen und Einrichtungen besteht, steht Wasserstoff seit 2020 in der Vereinssatzung. Geschäftsführerin Heike Winkler: "Die Mitglieder wollen jetzt loslegen!"
 
Heike Winkler (Wab Bremerhaven) unterschreibt - wie vor und nach ihr (von links) Marc Itgen (Cuxhaven), Jan RIspens (EEHH), Peter Grosse (EESH), Mischa Paterna (WECMV Wasserstoffenergiecluster) und Andree Iffländer (WEN Wind Energy Network, beide Mecklenburg-Vorpommern)
Quelle: E&M / Georg Eble

 
 

Georg Eble
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Mittwoch, 28.09.2022, 16:06 Uhr

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