
Die Forschungsbohrung in Krefeld. Quelle: GD NRW
NORDRHEIN-WESTFALEN:
Geothermische Probebohrung in Krefeld
Die Probebohrung soll dazu beitragen, das Potenzial von Erdwärme für die klimaneutrale Wärmewende in Nordrhein-Westfalen auszuloten.
Auf dem Parkplatz hinter dem Stadthaus in Krefeld steht derzeit ein 17 Meter hoher Bohrturm: Nordrhein-Westfalen hat sich
zum Ziel gesetzt, Geothermie stärker zu nutzen. Aktuell hat der Geologische Dienst NRW seine Messungen im Auftrag des Landes
in Krefeld fortgesetzt. Mit einer bis zu 1.000 Meter tiefen Forschungsbohrung sollen Erkenntnisse über eine Kalkstein-Schicht
gewonnen werden, die potenziell Wasser führt und somit für die Geothermie-Nutzung geeignet erscheint. „Die Erkenntnisse der
Erkundung sind repräsentativ für die gesamte Region“, heißt es in einer Mitteilung des Landespresse- und Informationsamts
in Düsseldorf.
Die Messkampagne ist eine Maßnahme aus dem Masterplan Geothermie NRW, den die Landesregierung im April 2024 vorgelegt hat. „In unserem Masterplan haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2045 bis zu 20 Prozent des Wärmebedarfs mit Geothermie zu decken“, bestätigte NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Grüne). Mit Erdwärme als klimaneutrale Energiequelle wolle das Land die Wärmewende entscheidend voranbringen. Die Forschungsbohrung in Krefeld sei hierfür der nächste Schritt, so die Ministerin.
In NRW entstehen weitere Vorzeigeprojekte
In anderen Regionen in NRW ist man schon ein Stück weiter: Auf einem ehemaligen Werksgelände in Bochum entsteht mit dem Projekt „Mark 51 Grad 7“ ein Quartier, das Wärme und Kälte aus Grubenwasser nutzt (wir berichteten). Dazu wurden zwei Bohrungen durchgeführt: eine in 340 Metern Tiefe in den Stollengang der ehemaligen Zeche Dannenbaum und eine zweite in 820 Metern Tiefe durch die Stadtwerke Bochum und das Fraunhofer IEG.
Durch diese Bohrungen wird Grubenwasser mit Temperaturen von etwa 30 Grad Celsius beziehungsweise 18 Grad gefördert. Mithilfe von Wärmepumpen wird das Temperaturniveau für die Energieversorgung des Quartiers weiter erhöht. Das Projekt gilt als Best-Practice-Beispiel für nachhaltige Wärmeversorgung in Nordrhein-Westfalen.
Auch die Stadtwerke Münster wollen künftig die Energie aus dem Untergrund nutzen. Die erforderlichen Daten über den Untergrund der Domstadt liegen seit Ende vergangenen Jahres vor, die hier aber noch ausgewertet werden müssen. Wenn das 3D-Bild von Münsters Unterseite vorliegt, geht es laut den Stadtwerken Münster an zwei verschiedenen, noch festzulegenden Stellen an die Probebohrungen. Läuft alles glatt, soll an einem der beiden Standorte ein Geothermie-Kraftwerk entstehen. Allerdings „nicht vor 2030“, lautet hier die Sprachregelung der Stadtwerke.
Die Bohrarbeiten in Krefeld werden etwa acht bis zwölf Wochen dauern. An dieser Stelle wird jedoch nach den Untersuchungen das Bohrloch wieder verfüllt. Es handelt sich also erst einmal um eine reine Forschungsbohrung.
Die Messkampagne ist eine Maßnahme aus dem Masterplan Geothermie NRW, den die Landesregierung im April 2024 vorgelegt hat. „In unserem Masterplan haben wir uns zum Ziel gesetzt, bis 2045 bis zu 20 Prozent des Wärmebedarfs mit Geothermie zu decken“, bestätigte NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Grüne). Mit Erdwärme als klimaneutrale Energiequelle wolle das Land die Wärmewende entscheidend voranbringen. Die Forschungsbohrung in Krefeld sei hierfür der nächste Schritt, so die Ministerin.
In NRW entstehen weitere Vorzeigeprojekte
In anderen Regionen in NRW ist man schon ein Stück weiter: Auf einem ehemaligen Werksgelände in Bochum entsteht mit dem Projekt „Mark 51 Grad 7“ ein Quartier, das Wärme und Kälte aus Grubenwasser nutzt (wir berichteten). Dazu wurden zwei Bohrungen durchgeführt: eine in 340 Metern Tiefe in den Stollengang der ehemaligen Zeche Dannenbaum und eine zweite in 820 Metern Tiefe durch die Stadtwerke Bochum und das Fraunhofer IEG.
Durch diese Bohrungen wird Grubenwasser mit Temperaturen von etwa 30 Grad Celsius beziehungsweise 18 Grad gefördert. Mithilfe von Wärmepumpen wird das Temperaturniveau für die Energieversorgung des Quartiers weiter erhöht. Das Projekt gilt als Best-Practice-Beispiel für nachhaltige Wärmeversorgung in Nordrhein-Westfalen.
Auch die Stadtwerke Münster wollen künftig die Energie aus dem Untergrund nutzen. Die erforderlichen Daten über den Untergrund der Domstadt liegen seit Ende vergangenen Jahres vor, die hier aber noch ausgewertet werden müssen. Wenn das 3D-Bild von Münsters Unterseite vorliegt, geht es laut den Stadtwerken Münster an zwei verschiedenen, noch festzulegenden Stellen an die Probebohrungen. Läuft alles glatt, soll an einem der beiden Standorte ein Geothermie-Kraftwerk entstehen. Allerdings „nicht vor 2030“, lautet hier die Sprachregelung der Stadtwerke.
Die Bohrarbeiten in Krefeld werden etwa acht bis zwölf Wochen dauern. An dieser Stelle wird jedoch nach den Untersuchungen das Bohrloch wieder verfüllt. Es handelt sich also erst einmal um eine reine Forschungsbohrung.
Heidi Roider und Hans-Willy Bein
© 2025 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 20.03.2025, 14:42 Uhr
Donnerstag, 20.03.2025, 14:42 Uhr
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