• Gas und CO2 steigen trotz schwächerem Öl
  • Reguliertes Energy Sharing startet in Deutschland
  • Interimsgeschäftsführer in Waldshut-Tiengen
  • Total Energies reserviert H2-Kapazitäten
  • Bundesnetzagentur startet Juli-Ausschreibung für Solaranlagen
  • 400 Millionen Euro für Kölns Stadtwerke-Konzern
  • Windbranche fordert Kurskorrektur vom Bund
  • Bedarfsplan im Bundestag favorisiert Freileitungen
  • Antragsstau bei Förderbescheiden auflösen
  • Regierung will Strompreise für Endkunden dämpfen
Enerige & Management > Geothermie - Geopfalz scheitert mit erstem Flächenkauf für Erdwärme
Geothermieprojekt in Waldsee. Quelle: Geopfalz
GEOTHERMIE:
Geopfalz scheitert mit erstem Flächenkauf für Erdwärme
Die Suche beginnt von Neuem: Geopfalz muss den ersten auserkorenen Standort für eine Geothermieanlage in der Ortsgemeinde Waldsee abschreiben. Der Flächenankauf gelang nicht.
 
Ohne Grund und Boden kein Abtauchen in die Tiefe: Der erste Versuch zur Ansiedlung einer Geothermie-Anlage in der Ortsgemeinde Waldsee ist gescheitert. Das Unternehmen Geopfalz bekam in einem Gewerbemischgebiet nicht die erforderlichen Grundstücksflächen zusammen.

Geopfalz ist eine gemeinsame Projektgesellschaft der Stadtwerke aus Schifferstadt und Speyer. Waldsee ist ein unmittelbarer Nachbarort der beiden rheinland-pfälzischen Kommunen am Oberrheingraben. Die Ortsgemeinde hatte den Erdwärme-Plänen von Geopfalz grünes Licht erteilt.

Die kommunalen Versorger aus Schifferstadt und Speyer wollen über eine gemeinsame Geothermie-Anlage klimaneutrale Wärme für die Region erzeugen. Das dafür ins Leben gerufene Projekt „Rhein-Pfalz“ treibt die Erdwärme-Anlage voran.

In einer Mitteilung des Unternehmens heißt es, dass in Waldsee nun alternative Standorte für die Geothermie-Infrastruktur in den Fokus rücken sollen. Über das weitere Vorgehen will Geopfalz in zwei Versammlungen am 1. September die Menschen in dem kleinen Ort informieren. Das öffentliche Interesse sei groß, schreibt Geopfalz. Die Kritik ist es auch – Freie Wähler und einige besorgte Bürger lehnen die Tiefenwärme vor der eigenen Haustür rundheraus ab.

Geopfalz benötigt für Bohrplatz und spätere Betriebsgebäude nach eigenen Angaben eine zusammenhängende Fläche von etwa 25.000 Quadratmetern. Im Gewerbegebiet gab es unterschiedliche Grundstückseigentümer, die offenbar nicht alle verkaufen wollten. So fehlten später etliche Puzzleteile für das Vorhaben. Der nächste Anlauf steht unter Umständen vor einer ähnlichen Herausforderung.

Nach einem Grundstückserwerb ist die Bergbehörde zu beteiligen. Liegen die erforderlichen Genehmigungen vor, will Geopfalz Ende 2026 mit den Bohrungen beginnen. Der Regelbetrieb der Anlage soll 2030 starten.
 

Volker Stephan
© 2026 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 21.08.2025, 16:52 Uhr

Mehr zum Thema