• Power-to-Heat-Anlage in Hannover für 15 Millionen Euro
  • IEA erwartet auch 2027 angespannte Lage auf dem Gasmark
  • Neue Doppelspitze bei „Enervie Vernetzt“
  • Kritik von Umweltschützern an elf neuen Gaskraftwerken
  • Zuschläge für Aufdach-PV und Biomasseanlagen publiziert
  • RWE zeigt erneut Interesse an Uniper
  • Erste Kraftwerksausschreibung fast dreifach überzeichnet
  • Hamburg fehlen Kapazitäten für Großkunden
  • Biomethanmarkt wächst trotz Investitionshürden
  • DUH sieht Greenwashing beim LNG-Terminal Wilhelmshaven
Enerige & Management > Gasnetz - Gazprom will im Oktober Gas über Nord Stream 2 liefern
Quelle: Shutterstock/Dabarti CGI
GASNETZ:
Gazprom will im Oktober Gas über Nord Stream 2 liefern
Der russische Energiekonzern Gazprom hat seine Pläne bekräftigt, nach der Fertigstellung der Ostseepipeline Nord Stream 2 Gas schon in den kommenden Monaten nach Europa zu pumpen.
 
(dpa) − "Noch in diesem Jahr, noch in dieser Heizperiode können wir das erste Gas über die Pipeline Nord Stream 2 an den europäischen Markt liefern", sagte Gazprom-Chef Alexej Miller am 2. September der Agentur Interfax zufolge. In der Regel beginnt die Heizperiode im Oktober. 

Auf russischer Seite seien alle Vorbereitungen getroffen worden, sagte Miller. Er verwies dabei auf die Produktionskapazitäten auf der Jamal-Halbinsel und den Transport von Gas zur russischen Stadt Wyborg, wo die Ostseepipeline in Richtung Deutschland beginnt. "Unsere wichtigste Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass unsere Verbraucher die Winterkälte nicht spüren müssen", meinte er. 

Einen Termin, wann die fast fertiggestellte Pipeline in Betrieb geht, gibt es noch nicht. Nach früheren Angaben plant Gazprom, bis Ende dieses Jahres 5,6 Mrd. Kubikmeter Gas durch Nord Stream 2 nach Europa zu liefern. Das Bauprojekt ist allerdings umstritten. Die US-Regierung kritisiert, Europa mache sich dadurch bei der Energieversorgung zu stark von Russland abhängig. 

Die USA und die Ukraine bekräftigten indes in einer gemeinsamen Mitteilung erneut ihren anhaltenden Widerstand gegen Nord Stream 2. 

Kremlsprecher Dmitri Peskow verteidigte einmal mehr die Pipeline gegen Kritik: "Das ist ein ausschließlich kommerzielles Projekt, das für niemanden eine Bedrohung darstellen kann." Der Umweltbeauftragte des Kreml, Sergej Iwanow, bezeichnete Nord Stream 2 als einen "bedeutenden Beitrag Russlands und Deutschlands zur Ökologie". Gas sei ein umweltfreundlicher Brennstoff und die Pipeline 2.000 Kilometer kürzer als bestehende Transportsysteme. So müssten weniger Kompressoren eingesetzt werden, um Gas durch die Röhre zu pumpen.
 

dpa
© 2026 Energie & Management GmbH
Freitag, 03.09.2021, 08:36 Uhr

Mehr zum Thema