• Hitzewelle stützt Strom-, Gas- und CO2-Preise
  • Hamburger „Zentrum für Ressourcen und Energie“ ein Fiasko
  • Ende einer Ära: Deutschlands Atommüll komplett zurück
  • USA zahlen nochmal für die Verhinderung von Windparks
  • Equinor weitet Erdgasförderung in der Nordsee aus
  • Stadtwerke Osnabrück: Gewinn mithilfe der Stadt
  • VNG macht mit algerischem Gasexporteur weiter
  • Energy Metering übernimmt Messstellenbetrieb für Maingau
  • Engie sichert Fläche für H2-fähiges Gaskraftwerk
  • Potsdam und Geoforscher erkunden Tiefengrundwasser
Enerige & Management > Gas - Gasförder-Projekt gegenüber von Borkum auf Monate gestoppt
Quelle: Shutterstock / Mike Mareen
GAS:
Gasförder-Projekt gegenüber von Borkum auf Monate gestoppt
Aus der Idee der holländischen One-Dyas, vor der Emsmündung Erdgas aufzusuchen, wird erst einmal lange nichts: Ein niederländisches Gericht stoppte vorbereitende Arbeiten.
 
(dpa) − Ein Gericht in Den Haag hat Bauarbeiten zur Vorbereitung neuer Gasbohrungen im Wattenmeer vorerst untersagt. Das niederländische Gas- und Ölunternehmen One-Dyas dürfe vorerst in dem Gebiet keine Bohrplattform errichten und Kabel anlegen, urteilte das Verwaltungsgericht am 25. April. Schäden für die Natur könnten nicht ausgeschlossen werden. 

Der Baustopp gilt so lange, bis das Gericht im Hauptverfahren über die Klage gegen die Gasbohrungen entschieden hat. Das ist voraussichtlich im September. Mehrere deutsche und niederländische Umweltorganisationen, darunter die Deutsche Umwelthilfe (DUH), sowie die Stadt Borkum hatten eine einstweilige Verfügung gegen die Bauarbeiten beantragt. 

Das Unternehmen One-Dyas hatte von der Regierung in Den Haag eine Lizenz erhalten, um nördlich der Wattenmeerinseln Borkum und Schiermonnikoog in niederländischen Gewässern nach Erdgas zu bohren. Zur Vorbereitung soll eine Bohrplattform errichtet werden. Nach Angaben der Kläger könnten die Arbeiten ein geschütztes Riff schädigen, das von Borkum bis auf die niederländische Seite reiche. Zu dieser Frage äußerte sich das Gericht aber nicht.

2022 hatte das Land Niedersachsen seinen Widerstand gegen das Gasprojekt im Zeichen der russischen Exportdrosselungen aufgegeben, nicht aber die Kommunalpolitik in der Nachbarschaft.
 

dpa
© 2026 Energie & Management GmbH
Dienstag, 25.04.2023, 18:04 Uhr

Mehr zum Thema