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Quelle: Fotolia / WoGi
GAS:
"Fracking wird sicherer"
Neue Töne von der Expertenkommission der Bundesregierung zu der in Deutschland faktisch verbotenen Gasförder-Methode: Deren Vorsitzende sieht technische Fortschritte.
 
(dpa) − Die Vorsitzende der von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission zum Fracking, Charlotte Krawczyk, hält das Verfahren inzwischen für sicherer. Es habe große Fortschritte in den vergangenen Jahren gegeben, sagte die Geophysikerin der Wochenzeitung Zeit laut Vorabmeldung vom 9. November. "Die Technologien sind stark weiterentwickelt worden."

Beim Fracking wird Gas oder Öl mit Hilfe von Druck und Flüssigkeiten aus Gesteinsschichten herausgeholt. Kritik gibt es an angenommenen Grundwasser-Risiken sowie an der Verflüssigung durch starkes Abkühlen, weil dies Umweltschützern zufolge bis zu 25 Prozent des Energiegehalts kostet. In Deutschland ist Fracking faktisch verboten. "Die Bundesländer könnten irgendwann sagen, die Krise ist jetzt so stark, dass wir unser Veto zurückziehen", sagte Krawczyk. 

Die Geologiegesellschaft DGGV teilte am selben Tag mit, in Deutschland würden Mindesttiefen von mehr als 1000 Metern für Fracking als unbedenklich angesehen. Aufgrund der internationalen Spannungen infolge des russischen Angriffskriegs sei es wichtig, Bezugsquellen für Erdgas zu diversifizieren. Die Gasgewinnung mit Fracking sei wegen eines geringeren CO2-Ausstoßes umweltfreundlicher als der Import verflüssigten Erdgases.
 

dpa
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Mittwoch, 09.11.2022, 17:55 Uhr

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